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GEW Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Landesverband Berlin

Zweiter Warnstreik bei Mosaik ­Werkstätten für Behinderte

16.06.2010 / 10:05. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) rufen die Belegschaft der Mosaik ­ Werkstatt für Behinderte, Bereich Kohlfurter Straße in Berlin-Kreuzberg zu einem ganztägigen (7:30 Uhr bis 17:00 Uhr) Warnstreik auf.

Dieser Warnstreik ist innerhalb von vierzehn Tagen der zweite, nachdem die Beschäftigten der Mosaik-Fördergruppen in der Ulmenallee am 2. Juni 2010 erfolgreich für die Aufnahme von Tarifverhandlungen gestreikt hatten. Hintergrund ist, dass der Arbeitgeber seit mehr als einem Jahr die Aufnahme von Tarifverhandlungen versagt und die Forderung, den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) einzuführen, komplett ablehnt.


Heike Spies, Verhandlungsführerin von ver.di: "Erst wollte der Arbeitgeber mit seinem Betriebsrat Lohngrundsätze festlegen, dann zahlte der Arbeitgeber Gehaltserhöhungen ohne vertragliche Bindung. Beides ist für uns nicht akzeptabel. Wir wollen nicht mehr, als die Beschäftigten im Land Berlin auch, aber auch nicht weniger. Und das auf der Grundlage verlässlicher tariflicher Regelungen."

Die ca. 400 Arbeitnehmer/innen von Mosaik werden seit 2003 nach zwei unterschiedlichen Modellen bezahlt. Die noch besser gestellte Gruppe verdient ca. 12 Prozent weniger als die Arbeitnehmer beim Land Berlin. Die andere Gruppe bekommt teilweise bis zu 25 Prozent weniger als der alte BAT bzw. der neue Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes dies vorsehen würde.

"Wir halten die Bezahlung der Mosaik-Beschäftigten für einen Skandal", so Klaus Schroeder, zuständiger GEW-Verhandlungsführer. "Es kann nicht sein, dass Menschen, die behinderte Menschen betreuen und damit eine wichtige Aufgabe in unserer Gesellschaft übernommen haben mit so wenig Geld vergütet werden."

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: GEW Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Landesverband Berlin.

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