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Sächsisches Staatsministerium für Kultus und Sport

Zwei sächsische Gymnasien erstmals als "Europaschulen in Sachsen" ausgezeichnet

28.05.2010 / 12:32. Kultusminister Roland Wöller wird gemeinsam mit dem Staatssekretär des Staatsministerium der Justiz und für Europa, Wilfried Bernhardt am 3. Juni 2010 dem Lessing-Gymnasium-Döbeln und Augustum-Annen-Gymnasium in Görlitz das Gütesiegel "Europaschule" verleihen. Für fünf Jahre können sie diese Bezeichnung zum Beispiel im Briefkopf oder auf der Internetseite ihrer Schule verwenden. Danach müssen sie sich neu bewerben. An der Ausschreibung im Schuljahr 2009/2010 hatten sich insgesamt neun Schulen (eine Förderschule, drei Gymnasien und fünf berufsbildende Schulen) beworben. Dieses Zertifikat wird in diesem Jahr erstmalig an Sachsens Schulen verliehen. "Mit dem Titel werden die sächsischen Schüler und Lehrer Botschaftern des europäischen Gedankens", so Wöller. Auch für das kommende Schuljahr können sich wieder besonders engagierte Schulen bis zum 1. Oktober 2010 bewerben.


Europaschulen sollen aktive und dauerhafte Partnerschaften mit Schulen, Ausbildungsunternehmen oder anderen Partnern im europäischen Ausland schließen. "Die Idee von einem vereinten Europa wird so lebendig", betonte der Minister. Voraussetzung für eine Zertifizierung sind auch die intensive Förderung von Sprachkompetenzen der Schüler und die Einbeziehung europäischer Themen in den Unterricht. Dies kann durch Projekttage und -wochen geschehen, aber auch durch europarelevante Angebote außerhalb des Unterrichts. Die Schulen, die sich für das Gütesiegel bewerben, sollten zudem als Multiplikator des Europagedankens in ihrer Region wirken. Lehrer an Europaschulen sollen sich gezielt fortbilden. Auf die sprachliche Qualifizierung wird dabei besonderer Wert gelegt.

Staatsekretär Dr. Bernhardt: „Die Initiative ist vor allem für die Schüler selbst eine gute Sache. Fremdsprachenkenntnisse sind eine wichtige Schlüsselqualifikation für das berufliche Fortkommen der Jugendlichen und für ihre persönliche Entwicklung. Durch die Partnerschaften mit Schulen und Unternehmen in ganz Europa können die Schüler frühzeitig Kompetenzen erwerben, die in einem von der Globalisierung der Wirtschaftsbeziehungen geprägten beruflichen Umfeld gar nicht hoch genug eingeschätzt werden können."

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Sächsisches Staatsministerium für Kultus und Sport.

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