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CV Cartellverband katholischer deutscher Studentenverbindungen
Zulassungschaos nach wie vor nicht geklärt Unverständliches Schweigen im Hinblick auf das Wintersemester
23.05.2008 / 08:07. Unverständnis zeigt der Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV) darüber, dass die Diskussion über die Studienplatzvergabe zum bevorstehenden Wintersemester nach lautstarken Schuldzuweisungen schnell verstummte, ohne dass eine Lösung gefunden wurde. „Wenn das neue EDV-Verfahren, das die ZVS ersetzen soll, noch nicht zur Verfügung steht, kann man nicht einfach schweigend darüber hinweggehen. Es darf nicht passieren, dass im Oktober erneut mehrere tausend Studienplätze unbesetzt bleiben und im Gegenzug die Bewerber auf diese Studienplätze keinen Zugang zur Hochschule bekommen“, forderte CV-Vorsitzender Manfred Speck, Bensheim. Die zuständigen Stellen sollten die Studienplatz-Bewerber darüber informieren, wie die Verteilung der Studienplätze erfolgen wird, damit diese sich auf die entsprechenden Verfahren auch einstellen können.Speck äußerte seine Kritik vor dem Hintergrund, dass die Einführung der zentralen IT-Plattform, die die Arbeit der ehemaligen ZVS bei der Studienplatzvergabe übernehmen sollte, erneut verschoben werden musste. Damit drohe zu Beginn des Wintersemesters, wenn wegen der doppelten Abiturjahrgänge in großen Bundesländern und wegen des Wegfalls der Wehrpflicht besonders viele Bewerber vor den Toren der Hochschulen stünden, ein erneutes Zulassungschaos. „Zahlreichen Studenten wird damit der Start in ein Hochschulstudium unnötig erschwert. Andererseits bleiben Strukturen, die ja auch Geld kosten, brach liegen, weil Studienplätze mangels Information und Kommunikation nicht besetzt werden.“
Es sei ein Fehler gewesen, so Speck, das alte Zulassungsverfahren über die Zentralstelle ZVS in Dortmund abzuschaffen, ehe etwas Neues an deren Stelle gesetzt werden konnte. „Die Politik muss sich hier verantwortungslose Leichtfertigkeit vorwerfen lassen, und angesichts des Schweigens ist zu befürchten, dass diese auch zum kommenden Wintersemester wieder für viele junge Menschen fatale Folgen haben kann.“
Auf eine weitere mögliche Folge der verspäteten Zusage eines Studienplatzes weist der hochschulpolitische Referent des CV-Studentenbundes, David Poerschke, Duisburg, hin. Wegen der dann kurzen Vorbereitungsphase werde sich die Wohnungssuche für viele Studenten in einem solchen Fall enorm erschweren. Der Cartellverband habe sich schon jetzt auf eine solche Situation eingestellt. „Wie in den vergangenen Jahren werden wir Studienanfängern kurzfristig und unbürokratisch ein Zimmer in einem unserer zahlreichen Studentenwohnheime anbieten.“
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: CV Cartellverband katholischer deutscher Studentenverbindungen.

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