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idw Informationsdienst Wissenschaft
Zukunftsorientierte Dopingforschung - Sportausschuss des Deutschen Bundestages informiert sich an der DSHS
28.09.2010 / 18:27. Die positive Dopingprobe des deutschen Tischtennisspielers Dimitrij Ovtcharov ist derzeit in aller Munde. Morgen soll die Öffnung seiner B-Probe neue Erkenntnisse liefern. Die Analyse nimmt das Institut für Biochemie der Deutschen Sporthochschule Köln vor. Der 22-jährige Nationalspieler vermutet, dass die verbotene Substanz durch das Essen in China in seinen Körper gekommen ist. Wie Professor Wilhelm Schänzer, Leiter des Instituts für Biochemie, die Dopingrelevanz von kontaminierten Nahrungsmitteln generell einschätzt, erfuhr der Sportausschuss des Deutschen Bundestages gestern aus erster Hand. Die 12-köpfige Delegation informierte sich im WADA-akkreditierten Labor für Dopinganalytik über neueste Entwicklungen in der Dopingforschung.Doch nicht nur der Fall Ovtcharov interessierte die Mitglieder des Sportausschusses um die Vorsitzende Dagmar Freitag. Zur Sprache kamen auch der Fall Claudia Pechstein oder die jüngsten Ereignisse im Handball. Neben einem grundsätzlichen Überblick zur Arbeit des Instituts und zum Stand der aktuellen Analytik erhielten die Sportausschuss-Mitglieder Informationen zu neuen Dopingsubstanzen und -methoden und zu ihrer Nachweisbarkeit. Welche neuen Entwicklungen gibt es beim Gendoping? Wie kann die Dopingforschung weiter gefördert werden? Wie ist die generelle Entwicklung von Doping im Sport? Diese und weitere Fragen erörterten Institutsleiter Professor Wilhelm Schänzer und Professor Mario Thevis (Sprecher des Zentrums für Präventive Dopingforschung der DSHS) gemeinsam mit den Mitgliedern des Sportausschusses.
Bei einer abschließenden Laborführung erläuterte Professor Schänzer die Arbeit des Instituts von der Probenentnahme bis hin zu verschiedenen analytischen Techniken.
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