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Bündnis90/DIE GRÜNEN im Landtag Niedersachsen
Zukunft der Denkmalpflege in Niedersachsen
17.09.2010 / 12:33. Die Tradition und Eigenart unserer Städte und Dörfer zu bewahren und zugleich deren Zukunftsfähigkeit und Lebensqualität zu erhalten und zu verbessern, sind Ziele, die von einer breiten Mehrheit der Bevölkerung geteilt werden. Viele Menschen engagieren sich für die bauliche Qualität ihres Wohn- und Lebensumfeldes und für die Gestaltung des öffentlichen Raumes. Dazu gehört ein innovativer und qualitätsvoller Umgang mit historischer Bausubstanz. Konflikte um den Erhalt von Baudenkmälern und einer notwendigen Anpassung an veränderte Nutzungsansprüche haben auch gesellschaftliche Bedeutung.So löst die Planung, den denkmalgeschützten Plenarsaal des Niedersächsischen Landtags durch einen Neubau zu ersetzen, eine kontroverse öffentliche Reaktion aus. Breite BürgerInnenbewegungen für den Erhalt historisch und architektonisch bedeutsamer Gebäude, sei es in Hannover, Köln oder Bonn, zeigen, dass Baukultur und die Bewahrung von Baudenkmälern aller Kulturepochen auch eine tragende Säule unserer Identität sind.
Niedersachsen braucht dringend ein neues Denkmalschutzgesetz, eine neue rechtliche Grundlage, um der wachsenden Verantwortung gegenüber dem kulturellen Erbe gerecht zu werden. Ein umfassender Schutz und - wo es möglich ist - eine verträgliche Nutzung von Baudenkmälern sind sicherzustellen. Archäologie und Denkmalpflege, die Stellung der Fachbe hörden und der Verbände müssen gestärkt werden. Gleichzeitig soll das Gesetz eine Anleitung für service- und bürgerfreundliches Behördenhandeln darstellen. Das will die Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen mit dem im letzten Jahr vorgestellten Entwurf für ein neues Niedersächsisches Denkmalschutzgesetz erreichen. An diesen Zielen muss sich auch ein Gesetzentwurf der Landesregierung messen lassen.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Bündnis90/DIE GRÜNEN im Landtag Niedersachsen.

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