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WWF Umweltstiftung Deutschland (World Wide Fund for Nature)

WWF zur Hochwasserlage in Sachsen

28.09.2010 / 11:56. Gegen Hochwasser aufgrund von langanhaltenden, großflächigen Starkregenfällen, wie sie in den vergangenen Tagen über dem Osten Deutschlands zu beobachten waren, sind nach Einschätzung des WWF Deichrückverlegungen der effektivste Schutz. "Wer bei Extremwetterereignissen die Folgen für Anwohner und Infrastruktur so gering wie möglich halten will, der muss vor allem neue Überflutungsflächen schaffen und den Flüssen wieder mehr Platz einräumen", sagt WWF-Hochwasserexperte Georg Rast "Effektives Hochwassermanagement in Deutschland kann nur durch eine ausgewogenen Mischung aus verschiedenen Maßnahmen, wie Deichrückverlegungen aber auch Poldern gewehrleistet werden."


In den vergangenen Monaten war vor allem der Osten Deutschlands immer wieder von Hochwassern heimgesucht worden. Dies zeige, so der WWF, dass die beschlossenen und durchaus tragfähigen Konzepte zum Hochwassermanagement jetzt auch umgesetzt werden müssten. "Gerade in Sachsen-Anhalt gibt es zahlreiche, vorbildliche Deichrückerlegungsprojekte", lobte Rast. Solche Vorhaben sollten auch im Freistaat Sachsen endlich realisiert werden. "Der Zugriff auf Flächen ist dort notwendig, wo es um eine Aufweitung des Abflussprofils geht. Wer die Anwohner vor den Folgen des Hochwassers besser schützen will, der darf nicht auf Deichrückverlegungen verzichten, auch wenn solche Vorhaben aufgrund der bestehender Landnutzung nicht immer einfach sind", sagte Rast. Besonders bei großflächigen Starkregenfällen seien herkömmliche Polder vollkommen ungeeignet, um die Folgen rasant ansteigender Pegelstände abzumildern. Ausdrücklich lobt Rast in diesem Zusammenhang die grenzüberschreitende Arbeit der Internationalen Kommission zum Schutz der Elbe (IKSE-MKOL), die Anfang Oktober ihr zwanzigjähriges Bestehen feiern kann.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: WWF Umweltstiftung Deutschland (World Wide Fund for Nature).

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