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World Vision zum Abschluss des MDG-Gipfels - Gutes Ergebnis für Kleinkinder und Mütter
23.09.2010 / 10:13. Die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision bewertet den „Aktionsplan gegen Kleinkind- und Müttersterblichkeit“, den UN-Generalsekretär Ban Ki Mon zum Abschluss des Millenniumsgipfels in New York vorgestellt hat, als großartige Initiative. „Heute ist ein großer Tag für Kleinkinder, Schwangere und junge Mütter“, betont Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender von World Vision Deutschland. „Mit den 40 Milliarden US-Dollar können Millionen von Kinderleben gerettet werden.“ Die Organisation betont jedoch, dass das Geld schnell bereit gestellt werden muss, um die Ärmsten der Armen zu erreichen. „Kinder, die schwer unterernährt sind, haben keine Zeit. Hier geht es oft um Stunden und Minuten“, so Waffenschmidt.Derzeit ist jedoch unklar, ob die zugesagten Gelder wirklich neues Geld sind, oder lediglich wieder umgeschichtet werden. „Die Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass leider viel getrickst und verschleiert wird“, erläutert Stefan Germann, Direktor Forschung & UN-Beziehungen bei World Vision. Die Hilfsorganisation bestätigt noch mal, dass auch die Qualität der Entwicklungshilfe verbessert werden muss. „Gute Qualität ist jedoch ohne Geld nicht zu machen. Ein gutes Auto ist auch nicht billig zu bekommen“, so Germann. „Wenn die MDG-Ziele bis 2015 erreicht werden sollen, müssen die reichen Länder zu ihren Zusagen stehen“.
Die Gesundheit von Kleinkindern und Müttern ist wichtig, um auch die anderen MDG-Ziele zu erreichen. „Unterernährte Kinder können sich in der Schule nicht konzentrieren und sind daher schlechte Schüler. Schlechte Schüler können als Erwachsene nur minderwertige Tätigkeiten ausüben. Gerade die Länder des Südens sind jedoch dringend auf qualifiziertes
Personal angewiesen“, erläutert Waffenschmidt. „Unterernährung hängt somit direkt mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Entwicklungsländer zusammen.“
World Vision arbeitet in den Ländern des Südens eng mit der lokalen Bevölkerung zusammen. Alle Gruppen, auch Frauen und Kinder kommen zu Wort. In einem demokratischen Abstimmungsprozess werden die Maßnahmen beschlossen und mit Unterstützung der Organisation vor Ort umgesetzt. Alle Aktionen werden konstant auf ihre Wirksamkeit hin überprüft und notfalls nachgebessert. In der Regel laufen Projekte über einen Zeitraum von rund 15 Jahren.
World Vision wird in den nächsten 5 Jahren 1,5 Milliarden US-Dollar zur Bekämpfung von Kleinkind- und Müttersterblichkeit zur Verfügung stellen.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: World Vision Deutschland e.V..

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