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Universität Kassel

Workshop WaterBackpack am 8. Juni: Wasseraufbereitung in Katastrophenfällen

21.05.2010 / 10:40. Der WaterBackpack, den das Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft der Universität entwickelt hat, hat seine Bewährungsprobe in den Erdbebengebieten in Chile bestanden. Die bislang noch als Prototypen bestehenden Wasserrucksäcke flogen Anfang März nach Santiago de Chile und wurden in der Stadt Pelluhue, die nach dem Erdbeben von einem Tsunami schwer verwüstet wurde, zum Einsatz gebracht. Die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser in ausreichender Qualität und Quantität stellt sich in vielen Teilen der Welt als äußerst problematisch dar. Naturkatastrophen verschlimmern diesen Zustand zusätzlich, insbesondere, weil damit eine vorhandene Infrastruktur wie etwa die Trinkwasserversorgung beeinträchtigt wird oder entfällt. Das Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft der Universität Kassel unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Franz-Bernd Frechen hat im Jahr 2001 mit der Entwicklung eines einfachen Wasseraufbereitungsverfahrens auf Membrantechnik basierend begonnen. Das Funktionsprinzip der Membran kann im weitesten Sinne wie das eines Filters beschrieben werden; die Lochgrößen liegen dabei im Bereich von 20 bis 100 Nanometern. So werden größere Partikel wie auch Krankheitserreger, Cholerabakterien o. ä. zurückgehalten. Eine Cholerabakterie beispielsweise ist an ihrer schmalsten Stelle 500 Nanometer groß.


Drei handgefertigte Prototypen wurden bisher mit Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt entwickelt. Nun, dank der zweiten Förderung von über 200.000 Euro durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die im Juni 2010 beginnt, können sie zur Serienreife gebracht werden.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Universität Kassel.

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