Um Ihnen künftig einen noch besseren Service anbieten zu können, konzentriern wir uns derzeit auf eine größere Umstrukturierung. Freuen Sie sich auf ein frisches Layout, mehr Nachrichten und mehr Möglichkeiten zum Mitmachen ab 2011!

idw Informationsdienst Wissenschaft

Woodstock, Chöre, Jodler-Wettstreite

01.10.2010 / 09:04. Festivals sind ein internationales Phänomen. Ob Woodstock, Nürburgring oder Glastonbury – überall auf der Welt treffen sich Millionen von Menschen zu mehrtägigen Konzerten. Das „Wir-Gefühl“ der regelmäßig wiederkehrenden Veranstaltung zieht die Besucher an. Die Kommission zur Erforschung musikalischer Volkskulturen in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde e.V. führt eine viertägige Arbeitstagung zu dem Thema „Festivals popularer Musik“ durch.


Die Tagung wird vom Dekan der Humanwissenschaftlichen Fakultät, Professor Hans-Joachim Roth, am Donnerstag, den 07. Oktober mit einem Grußwort eröffnet. Weitere Redner werden Reinhard Schneider, der Direktor des Instituts für Musikalische Volkskunde an der Universität zu Köln, und die Geschäftsführerin der Kommission zur Erforschung musikalischer Volkskulturen, Gisela Probst-Effah, sein.

Die Vorträge der über zwanzig Teilnehmer spannen dabei den Bogen von allgemeinen Fragen der „Festvalitis“ bis hin zu einzelnen Festivals und singulären Phänomenen. Die große Vielfalt des Festivalwesens von Woodstock bis zum Traditionellen Jodler-Wettstreiten im Harz und in der Schweiz ist genauso Thema, wie die Folklore-Festivals in Indien oder die Marktsackpfeife des Mittelaltermarktes.

Die Wurzeln des modernen Festivalwesens reichen zurück in die 1960er Jahre: Monterey, Woodstoock und Altamont in den USA markierten den Beginn einer „Festivalmania“, die weltweit für Aufsehen und Nachahmung sorgte. Doch die Festivals des 20. Jahrhunderts sind kein Novum, denn sie hatten Vorläufer in den zahlreichen Festspielen, die in Deutschland seit dem 19. Jahrhundert aufkamen. Bei gigantischen Chorfesten des Deutschen Sängerbundes etwa fanden national Gesinnte und Demokraten eine Nische, in der sich von der ersehnten deutschen Nation träumen ließ. Der Gedanke der Zusammengehörigkeit und Gleichgesinntheit und manchmal ein Stück Utopie bestimmen auch in der Gegenwart viele Festivals.

Ort: Humanwissenschaftliche Fakultät, Gronewaldstr. 2, Raum 336

Wann: 07. Oktober 2010, 09.00 Uhr s.t.

Bei Rückfragen: Gisela Probst-Effah, 0221/470 - 5267

Internet: http://www.uni-koeln.de/musikalische-volkskunde

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: idw Informationsdienst Wissenschaft.

Bookmark and Share



Die beliebtesten Artikel des Tages



Kommentare zu diesem Artikel

Schreiben Sie den ersten Kommentar!