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Technische Universität Dortmund

Wirtschaftskrise und (k)ein Ende? Neues DFG-Schwerpunktprogramm

28.05.2010 / 08:12. Ein hoch aktuelles Thema bearbeitet Prof. Andreas Schabert von der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät an der TU Dortmund in einem neuen DFG-Schwerpunktprogramm. Gemeinsam mit Kollegen der Universitäten Mannheim und Konstanz befasst er sich mit den Auswirkungen der Finanzmärkte auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung.


Wie ist die Finanz- und Wirtschaftskrise entstanden und was kann getan werden, damit sich diese Entwicklung nicht wiederholt? Diese Fragestellung wird der Volkswirtschaftler Andreas Schabert gemeinsam mit Prof. Tom Krebs von der Universität Mannheim und Prof. Leo Kaas von der Universität Konstanz wissenschaftlich untersuchen. Unterstützung bekommt er hierbei durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Diese hat das von den drei Professoren koordinierte Projekt mit dem Titel »Financial Market Imperfections and Macroeconomic Performance« als eines von bundesweit 13 Schwerpunktprogrammen eingerichtet, die in den nächsten drei Jahren mit jeweils mehreren Millionen Euro gefördert werden. "Das Thema wird in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren vorherrschend sein in Wissenschaft und Gesellschaft", so Prof. Andreas Schabert. "Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Finanzkrise betreffen praktisch jeden, allein wenn man an den Arbeitsmarkt denkt."

Das Programm beschäftigt sich mit den Ursachen der Finanzkrise und deren realwirtschaftlichen Auswirkungen. Die zentralen Forschungsfragen lauten: Wie kann der Finanzmarkt reguliert und stabilisiert werden, ohne dass auf lange Sicht das wirtschaftliche Wachstum beeinträchtigt wird? In welcher Form ist eine Regulierung des Bankensektors möglich, ohne dass das Finanzsystem auseinanderbricht? Und welche Art von Geld- und Finanzpolitik ist am effektivsten, wenn es darum geht, eine schwere Rezession, die durch eine Finanzkrise ausgelöst wurde, zu bekämpfen?

Besonderes Kennzeichen der DFG-Schwerpunktprogramme ist die überregionale Kooperation der teilnehmenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. So werden im Programm voraussichtlich Wissenschaftler von bis zu 20 verschiedenen Universitäten forschen. Für das Projekt wurden 4,5 Millionen Euro innerhalb einer dreijährigen Laufzeit beantragt. Über die genaue Höhe der Förderung entscheidet die DFG in den kommenden Monaten. Für alle 13 von der DFG eingerichteten Programme stehen für die ersten drei Jahre insgesamt rund 73 Millionen Euro zur Verfügung.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Technische Universität Dortmund.

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