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WHU Otto-Beisheim-School of Management
WHU-Campus for Strategy
21.05.2010 / 10:07. Am 19. und 20. Mai fand an der WHU - Otto Beisheim School of Management der "Campus for Strategy 2010" statt. Unter dem Thema "Doppelstrategien - wie aus Zielkonflikten Wettbewerbsvorteile werden" brachte der Campus for Strategy auch dieses Jahr wieder rund 100 hochkarätige Referenten, Praktiker und Akademiker in angenehmer Atmosphäre zum Wissensaustausch zusammen.In seiner Eröffnungsrede brachte Prof. Dr. Lutz Kaufmann, Inhaber des Lehrstuhls für Internationales Management & Beschaffung an der WHU, das Leitthema auf den Punkt: "Porter war gestern. Heute tun Unternehmen oft mehrere Dinge gleichzeitig und verfolgen nicht nur eine Strategie." Dr. Matthias L. Wolfgruber, Vorstandsvorsitzender ALTANA AG, bestätigte dies in seinem Vortrag zum Thema "Leadership and presence in China": "Wir kultivieren Komplexität als Geschäftsmodell." Auch Dirk Heinzl, Managing Director Procter & Gamble GmbH bestätigte den Nutzen von Doppelstrategien: "Wenn man mit einer Doppelstrategie angreift, kann man in allen Kategorien zulegen - sowohl im Einsteiger-, als auch im Premiumbereich."
Das Leitthema rückte dabei auch Fragen und Lösungsansätze zum Schutz geistigen Eigentums in Wachstumsstaaten in den Fokus - Fragen, die nicht nur vor dem Hintergrund des Kaufs von Volvo durch den chinesischen Konzern Geely oder der Kopie der Transrapid-Technologie zur World Expo in Shanghai aktuelle Brisanz genießen.
Angeregt diskutiert wurde vor allem auch die Frage, ob der Bedeutungsgewinn asiatischer Wettbewerber primär Bedrohung oder Chance darstellt. Dr. Martin Posth, Chairman des Global Advisory Council MSM Mandarin Strategy Consulting warnte davor, eine chinesische Mauer gegen Investitionen aus dem Reich der Mitte um Europa herum zu bauen. Umgekehrt betonte Dr. Waldemar Pförtsch, Associate Marketing Professor, China Europe International Business School, dass der chinesische Automobilmarkt "nach wie vor der in Stückzahlen wichtigste der Welt" sei. Allerdings wies er auch darauf hin, dass chinesische Unternehmen im Ausland noch immer kein Geld verdienten.
Ein weiterer Schwerpunkt der Key Notes, Podiumsdiskussionen und Workshops waren Strategien zur erfolgreichen Ansprache sehr unterschiedlicher Kundengruppen. Achim Schaible, CEO Renault Deutschland AG, stellte dabei am Beispiel von Dacia den Aufbau einer Fighter Brand dar. Auch die Frage nach der richtigen Balance zwischen Kostensenkungs- und Wachstumszielen beschäftigte die Teilnehmer des diesjährigen Campus for Strategy. Dorothea von Boxberg, Leiterin Strategie und Passage Deutsche Lufthansa AG zur Vereinbarung von Investition und Kostensenkung: "Der A380 bietet eine hervorragende Möglichkeit, in einem Flugzeug unterschiedliche Preisbereitschaften bei höherer Erlösqualität abzuschöpfen."
Frau Dr. Antonella Mei-Pochtler, Senior Partner & Managing Director, The Boston Consulting Group GmbH fasste das Konferenzthema mit einem Beitrag zum Thema "The Art of And" zum Abschluss der zwei Konferenztage zusammen: "Wir entfernen uns von einer Ära statischer Strategien hin zu adaptiven Strategien, hin zu einer Welt des 'entweder oder'."
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: WHU Otto-Beisheim-School of Management.

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