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DEBRIV Bundesverband Braunkohle

Wetter und Wirtschaft erhöhen Energienachfrage

17.05.2010 / 10:05. Der strenge Winter und das leicht verbesserte wirtschaftliche Umfeld hatten positive Auswirkungen auf den Energieverbrauch der ersten drei Monate. Nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) stieg die Nachfrage nach Energie im ersten Quartal des laufenden Jahr um etwa 2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden bis Ende März rund 3 800 Petajoule (PJ) oder knapp 131 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE) verbraucht.


Entgegen dem Trend verminderte sich der Mineralölverbrauch um knapp 11 Prozent. Wesentlichen Einfluss auf diese Entwicklung hatte der um etwa ein Drittel eingebrochene Absatz von leichem Heizöl. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen geht davon aus, dass viele Heizölverbraucher während der Kälteperiode den Bedarf aus ihren Vorräten gedeckt haben, die erst im Jahresverlauf wieder aufgefüllt werden.

Der Erdgasverbrauch legte in allen Verbrauchssektoren zu und stieg insgesamt um knapp 11 Prozent.

Außerordentlich stark zog die Nachfrage nach Steinkohle an. Die Lieferungen an die Eisen- und Stahlindustrie erhöhten sich um 77 Prozent und die Lieferungen an die Kraftwerke nahmen um knapp 4 Prozent zu. Ein wesentlicher Grund für die hohen Zuwachsraten liegt im statistischen Basiseffekt der konjunkurbedingt niedrigen Werte des Vorjahres.

Der Verbrauch an Braunkohle verminderte sich im ersten Quartal leicht um rund 1 Prozent. Die Stromerzeugung aus Braunkohle lag unter der des Vorjahreszeitraumes, der Absatz an Braunkohlenprodukten nahm dagegen witterungs- und konjunkturbedingt leicht zu. Die Arbeitsgemeinschaft Kernkraftwerke konnten ihre Stromerzeugung um etwas mehr als 1 Prozent steigern.

Die Stromerzeugung aus Wasserkraft (ohne Pumpspeicher) stieg in den ersten drei Monaten um 5 Prozent, die der Windkraft um rund 3 Prozent. Auch Biomasse und Photovoltaik verzeichneten Zuwächse, wohingegen der Absatz von Biokraftstoffen rückläufig war. Insgesamt steigerten die erneuerbaren Energien ihren Einsatz um knapp 9 Prozent.

Der Verbrauch an Primärenergieträgern stieg in Deutschland in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen um etwa 2 Prozent Prozent auf rund 3 800 Petajoule (PJ) beziehungsweise rund 131 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Erdgas und Steinkohle konnten kräftige Zuwächse verbuchen. Der Mineralölverbrauch verminderte sich - vornehmlich wegen Vorratseffekten beim leichten Heizöl - deutlich. Die Kernenergie steigerte ihren Beitrag leicht, der Braunkohlenverbrauch nahm dagegen leicht ab. Die erneuerbaren Energien steigerten ihren Beitrag zur Energiebilanz weiter. (Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen)

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: DEBRIV Bundesverband Braunkohle.

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