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BDKJ Diözesanstelle u. Bischöfliches Jugendamt der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Wahl Diözesanleiter / Geistliche Leiterin
07.03.2010 / 14:00. Mit einmal 100 Prozent und einmal 95 Prozent der Stimmen bestätigte die Diözesanversammlung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) der Diözese Rottenburg-Stuttgart am 6. März 2010 in zwei getrennten Wahlgängen Gabriele Denner (45) als Geistliche Diözesanleiterin und Ulrich Müllerschön (31) als Diözesanleiter. Beide treten mit diesem eindeutigen Votum der Delegierten der BDKJ-Dekanats- und Mitgliedsverbänden ihre zweite Amtszeit von weiteren drei Jahren an. Sowohl Denner als auch Müllerschön bezeichneten sich in ihrer Wahlrede als Brückenbauer in ihrer Funktion als BDKJ- und BJA-Leitung, die sie in Personalunion ausüben. Brückenbauer sowohl zwischen Amtskirche und verbandlicher Jugendarbeit als auch zwischen Politik und Kirche und auch zwischen den verschiedenen Ebenen und Gremien innerhalb der katholischen Jugendarbeit.Ulrich Müllerschön sieht seine persönliche Stärke darin, für die Interessen und Anliegen junger Menschen gegenüber Entscheidungsträgern in Kirche und Gesellschaft klare Worte zu finden, die auch manchmal unbequem sein können: „Den einen oder anderen Kratzer, den ich mir dabei einhandle, nehme ich angesichts dessen, was für die Jugendlichen auf dem Spiel steht, gern in Kauf“. Landespolitik, insbesondere mit dem Schwerpunkt der Bildungspolitik ist auch während seiner zweiten Amtszeit der Bereich, in dem er den Dachverband katholischer Jugendarbeit verstärkt profilieren will. Zudem gehört für ihn der Grundsatz „glaubwürdig handeln“ gerade für Christen zur bestimmenden Eigenschaft, ganz nach dem Motto: „Je mystischer wir sind, desto politischer werden wir“.
Jugendspiritualität und der im Januar gestartete Prozess des [jugendforum]³ sind die Bereiche, in welchen Gabriele Denner die größten und spannendsten Herausforderungen für ihr Amt als Geistliche Diözesanleiterin sieht. „Mit dem [jugendforum]³ ist ein wichtiger Grundstein gelegt, gemeinsam mit jungen Menschen an einer zukunftsfähigen Kirche zu bauen“, sagte sie in ihrer Wahlrede. Dabei ist es ihr ein besonderes Anliegen, möglichst viele Jugendlichen an kirchenpolitischen Diskussionen zu beteiligen und dafür neue Formen zu finden. „Die Möglichkeiten des web 2.0 bieten da neue Chancen des untereinander Vernetzens und des gemeinsamen Netzwerkens mit jugendrelevanten Themen“, ist sich Denner sicher. Jugendkirchen und ihre Weiterentwicklung etwa sei eines der Themen. Ihrer Meinung nach braucht es in der Diözese noch viele weitere die Jugend ansprechende Formen, Orte und Angebote von Spiritualität: „Ich möchte der Kirche ein weiblicheres und ein jugendgemäßes Gesicht geben.“
Die zwei anderen im Amt stehenden Leitungsmitglieder, Diözesanleiterin Alexandra Stork und Diözesanjugendseelsorger Wolfgang Kessler, freuten sich über das ausgesprochen positive Wahlergebnis für ihre AmstkollegInnen. Zeigt es doch auch, dass die bisherige Arbeit, die immer ein Ergebnis eines gemeinsamen Gestaltens ist, im Sinne der Jugend geleistet wurde. Alle vier Amtsinhaber besitzen jeweils einen Stellenumfang von 75 Prozent und teilen sich damit drei Vollzeitstellen.
Über die Personalwahlen hinaus beschäftigte sich die Versammlung mit der Eine-Welt-Arbeit im Diözesanverband und den Landtagswahlen 2011.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: BDKJ Diözesanstelle u. Bischöfliches Jugendamt der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

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