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Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

Vortragsabend der Reihe "Kunst des Alters" am 29. September thematisiert Altern im Film und Sehstörungen im Alter

24.09.2010 / 14:17. Gütige Großväter und rührende Omas sind im Film oft sentimentales und schmückendes Beiwerk. Besetzen Senioren aber Hauptrollen, dann sehen wir Helden, Rebellen, Liebende, Lebenshungrige. Diesem Phänomen widmet sich der nächste kostenlose Vortragsabend der Reihe "Kunst des Alterns" und informiert zudem über Sehstörungen im Alter. Hierfür konnten die Initiatoren - die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz, die Medizinische Gesellschaft Mainz e.V. und der Interdisziplinäre Forschungsschwerpunkt Neurowissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz - erneut zwei Experten gewinnen. Am Mittwoch, 29. September 2010, ab 18.00 Uhr erzählt die Filmjournalistin Barbara Schweizerhof über die Darstellung des Alters im Film. Dann erklärt Prof. Dr. Susanne Pitz, Oberärztin an der Augenklinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz, welche Bedeutung gutes Sehen für den Menschen hat und wie sich das Sehverhalten im Alter verändert. Der Vortragsabend findet im Hörsaal der Chirurgie (Geb. 505H) auf dem Gelände der Universitätsmedizin Mainz (Langenbeckstraße 1, 55131 Mainz) statt. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.


Einen Blick zurück in die Filmgeschichte wirft der erste Vortrag des Abends und fragt, was das Kino über das Alter zu erzählen. Barbara Schweizerhof, Journalistin der Filmzeitschrift epd wird zum Thema "Der Zwang zur Rüstigkeit" sprechen und anhand von Filmausschnitten die Darstellung des Alters und von alten Menschen im Kino analysieren.

Im zweiten Vortrag des Abends spricht Prof. Dr. Susanne Pitz, Oberärztin an der Augenklinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz, über Sehstörungen im Alter. Die Veränderung des Sehens mit zunehmendem Alter kann zwei Gründe haben: einmal solche, die nur durch die Alterung des Organs Auge zu erklären sind und solche, die auf Erkrankungen beruhen.

Ab etwa dem 50. Lebensjahr verliert jeder Mensch allmählich die Fähigkeit, in verschiedenen Entfernungen durch die Akkommodation - die Veränderung der Brechkraft der Linse - scharf zu sehen. Typische Beispiele für krankheitsbedingte Veränderungen sind hingegen Sehstörungen durch die Trübung der Augenlinse (Cataract) oder auch durch Veränderungen des Zentrums der Netzhaut (altersbezogene Makuladegeneration). Neben der Darstellung der entsprechenden Symptome stellt Prof. Pitz auch aktuelle Behandlungsmöglichkeiten vor.

Weitere Termine, Titel und Referenten im Überblick:

* Mittwoch, 06. Oktober 2010, 18.00 Uhr (Moderation: Univ.-Prof. Dr. Klaus Lieb)
* Gedächtnisstörungen im Alter vorbeugen und behandeln - Wie können wir einer Demenzentwicklung vorbeugen?
Referent: PD Dr. med. Andreas Fellgiebel, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsmedizin Mainz
* Stellenwert von Präparaten zur Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit im Alter
Referent: Univ.-Prof. Dr. med. Klaus Lieb, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsmedizin Mainz
* Mittwoch, 13. Oktober 2010, 18.00 Uhr (Moderation: Univ.-Prof. Dr. Klaus Lieb)
* Literatur und Alter - Das Alter in der Literatur
Referent: Dr. med. Jürgen R. E. Bohl, Institut für Neuropathologie, Universitätsmedizin Mainz
* Gesund bis ins hohe Alter - Eine multidisziplinäre Strategie zur Prävention
Referent: Prof. Dr. Dr. h. c. Ronald Grossart-Maticek, Heidelberg

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.

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