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Staatsministerium Baden-Württemberg
Vertragsunterschrift für den Satelliten Sentinel 2 B zwischen der ESA und EADS Astrium
31.03.2010 / 14:02. Im Beisein von Ministerpräsident Stefan Mappus haben heute (31. März 2010) die europäische Weltraumbehörde ESA und das Unternehmen EADS Astrium einen Vertrag über den Bau eines weiteren Satelliten (Sentinel 2 B) für das europäische Erdbeobachtungsprogramm (GMES - Global Monitoring for Environment and Security) unterzeichnet."Forschung und Entwicklung sichern die Zukunftsfähigkeit unseres Landes, die Raumfahrtindustrie stellt dabei ein hervorragendes Beispiel für die Innovationsfähigkeit unserer Wirtschaft dar. Umso mehr freut es mich, dass mit dem Zuschlag des Auftrags an EADS ein wichtiger Beitrag dazu geleistet wird, unsere Ingenieurleistungen auf hohem Innovationsniveau zu halten und weiter auszubauen", hob der Ministerpräsident hervor. Mit EADS Astrium in Friedrichshafen habe man einen echten Spezialisten der Branche im Land.
Die Luft- und Raumfahrt sei ein wichtiger Schrittmacher für neue Technologien, ein Schrittmacher für die Industrie insgesamt. Baden-Württemberg habe sich deutschlandweit als wichtigster Standort für Luft- und Raumfahrttechnik etabliert, so Mappus. "Wir bilden die meisten Raumfahrtingenieure aus, bei uns arbeiten die meisten Mitarbeiter und wir haben eine einzigartige Vernetzung von Universitäten, Forschung und Industrie."
Die geowissenschaftlichen Daten, die im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts von EU und ESA gewonnen würden, dienten sowohl grenzübergreifend als auch regional dem Klima- und Umweltschutz sowie dem Katastrophenschutz.
"Das Erkennen von Bodenverschiebungen bei Erdbeben, die Wege der Gletscher, humanitäre Hilfe bei Überschwemmungen oder Waldbränden - es gibt eine Vielzahl wichtiger Nutzungsmöglichkeiten für die Informationen aus dem Weltall", erläuterte Mappus. Politiker und Fachleute erhielten auf diese Weise wertvolle aktuelle Daten für vielfältige umwelt-, wirtschafts-, verkehrs- oder sicherheitspolitische Entscheidungen.
Ministerpräsident Mappus erwartet durch den Einsatz von neuen Geoinformationsdiensten auch Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen für die Verwaltungen auf Landes-, Regional- und Kommunalebene. Die Daten würden dem Land dabei helfen, Gegenmaßnahmen bei Fehlentwicklungen einzuleiten, etwa bei der Ausweisung von Retentionsflächen im Hochwasserschutz oder bei der Kontrolle der Flächennutzung im Agrarbereich.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Staatsministerium Baden-Württemberg.

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