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GAL-Bürgerschaftsfraktion Hamburg

"Vermieter und Mieter müssen gleichermaßen beitragen"

30.09.2010 / 15:30. Nach Plänen der Bundesregierung sollen Vermieter die Kosten für die energetische Sanierung von Wohnhäusern zu 11 Prozent pro Jahr auf ihre Mieterinnen und Mieter abwälzen dürfen. Dadurch könnten drastische Mietsteigerungen entstehen: je 10.000 Euro Sanierungskosten wären das 1.100 Euro jährlich oder 92 Euro monatlich. Sollte Schwarz-Gelb dies so in die Tat umsetzen, würden aus Sicht der GAL-Bürgerschaftsfraktion die Mieter einseitig und über Gebühr belastet.


"Die Sanierung des Gebäudebestandes ist der richtige Weg, um den Ausstoß von Treibhausgasen spürbar zu senken. Es profitieren allerdings langfristig sowohl Vermieter als Mieter von diesen Maßnahmen, daher müssen die Kosten hierfür gerecht auf beide Seiten verteilt werden", sagt Horst Becker, der stadtentwicklungspolitische Sprecher der GAL-Bürgerschaftsfraktion. "Die Aussagen der Bundeskanzlerin lassen aber befürchten, dass hier einseitig die Mieterseite die Lasten tragen soll. Für viele Mieter und Mieterinnen - gerade in Großstädten mit hohen Mieten - kann das existenzbedrohende Auswirkungen haben. Die Vermieter profitieren durch Wertsteigerung und bessere Vermietbarkeit ihrer Objekte. Sie müssen spürbar an diesen wichtigen Investitionen mitwirken. Wir fordern daher die Bundesregierung auf, hier mit Vernunft und Augenmaß zu handeln."

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: GAL-Bürgerschaftsfraktion Hamburg.

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