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VCD Verkehrsclub Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
Verkehrslärm belastet die Gesundheit - Politik und Bürger gefordert
27.04.2010 / 15:37. Lärm gefährdet die Gesundheit in erheblichem Maße. Darauf weist der Landesverband Nord des Verkehrsclubs Deutschland e.V. (VCD) anlässlich des morgigen Tages gegen Lärm hin. Einen großen Anteil an der Lärmbelastung vor Ort hat der Verkehr: Wer an einer viel befahrenen Straße, einer lauten Eisenbahntrasse oder im Einzugsbereich eines Flughafens lebe, habe ein höheres Herzinfarktrisiko als Menschen in ruhiger Umgebung. Bundesweit seien Millionen Menschen massiv und dauerhaft davon betroffen. Um diese Gesundheitsbelastung zu verringern, seien Politik und Bürger gleichermaßen gefordert. „Nicht nur die negativen Auswirkungen auf Klima und Umwelt sollten uns dazu veranlassen, unsere Mobilität anders zu organisieren. Auch gegen die Gesundheitsgefahren des Verkehrslärms müssen wir dringend vorgehen”, mahnt Hans-Peter Rathmann vom VCD-Nord. Jeder Einzelne könne zur Lärmvermeidung beitragen: „Die Hauptursache für Straßenlärm ist das Rollgeräusch der Fahrzeugreifen. Ab etwa 30 km/h sind die Reifen die dominante Geräuschquelle am Auto, mit wachsender Geschwindigkeit nimmt dieser Lärm zu. Deswegen sollten Autofahrer auf leise Reifen und optimalen Reifendruck achten. Je langsamer gefahren und je früher hochgeschaltet wird, desto geringer ist zudem der Motorlärm.“ Wenn das Auto länger als zehn Sekunden steht, sollte der Motor ausgeschaltet werden. Das sorgt nicht nur für mehr Ruhe, sondern spart auch Sprit. „Der einfachste Weg, Straßenlärm zu verringern, ist aber immer noch, das Auto häufiger stehen zu lassen, unnötige Fahrten zu vermeiden, kurze Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen und ansonsten auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen“, so H.-P. Rathmann. Aufgrund der Lage inmitten des Stadtgebietes stellt der Flughafen Fuhlsbüttel eine permanente gesundheitsgefährdende Lärmquelle für viele Bewohner dar. Die beste Methode zur Reduzierung von Fluglärm besteht darin, Flugreisen zu unterlassen oder zumindest auf die Bahn als Zubringer etwa nach Frankfurt oder München umzusteigen.Der VCD Landesverband Nord fordert den Hamburger Senat auf, sich der Initiative Berlins für Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts anzuschließen (Tempo 50 auf einigen Hauptstraßen wäre dann die Ausnahme, Tempo 60 Zonen in Hamburg sollten verschwinden. Auch eine engagiertere Förderung des Fuß- und Radverkehrs ist dringend erforderlich. Dadurch wird Verkehr vom Auto weg, hin zu einer leiseren und dabei auch umweltfreundlicheren Mobilität verlagert. Gegen Schienenlärm insbesondere auf der Verbindungs- und der Güterumgehungsbahn ist eine Lärmsanierung der Gleisanlagen sowie der weitere Aufbau von Lärmschutzwänden notwendig. Der VCD fordert zudem vom Bund lärmabhängige Trassenpreise, um die Eisenbahnunternehmen dazu zu bringen, in deutlich leisere Fahrzeuge zu investieren. Um zumindest erstmal die Lärmbelastungen des Flugverkehrs zu verringern ist schnellstmöglich eine Ausweitung des Nachtflugverbots von 22:00 Uhr bis 7:00 Uhr morgens umzusetzen (heute 23:00 Uhr bis 6:00 Uhr).
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: VCD Verkehrsclub Deutschland e.V., Landesverband Hamburg.

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