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Bayerisches Staatsministerium des Innern
Verdienstkreuz an Eser, und andere!
28.09.2010 / 10:41. Auf Vorschlag des Bayerischen Ministerpräsidenten hat Bundespräsident Christian Wulff Dietmar Eser mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet, Erich Noll mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Auf Vorschlag des Bayerischen Ministerpräsidenten hat Bundespräsident a.D. Dr. Horst Köhler Kurt Jörg mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Die Kommunale Verdienstmedaille in Silber für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung wird an Prof. Dr. Edmund Hornung verliehen.Innenstaatssekretär Gerhard Eck wird die Auszeichnungen überreichen am Donnerstag, den 30. September 2010, um 14.00 Uhr im Fürstensaal der Residenz, Residenzplatz 2 in Würzburg.
Verdienstkreuz 1. Klasse Dietmar Eser (73) aus Kleinwallstadt, Landkreis Miltenberg, hat sich seit 1998 als 1. Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes der Bekleidungsindustrie Aschaffenburg und Unterfranken e. V. mit konsequentem Engagement für die Belange der von strukturellen und konjunkturellen Einbrüchen besonders betroffenen Textil- und Bekleidungsindustrie dieser Wirtschaftsregion eingesetzt. Im Präsidium der Bundesvereinigung der Arbeitgeber im Bundesverband der Bekleidungsindustrie e. V., in dem er bis zu dessen Fusion mit Gesamttextil bis Ende 2002 tätig waren, und auch im Arbeitgeberverbund des Gesamtverbandes der Deutschen Textil- und Modeindustrie e.V. hat er sich als Verhandlungsführer für die unterfränkischen Unternehmen auf Bundesebene stark gemacht und deren tarifpolitische Interessen kompetent und gewissenhaft vertreten. Über die eigenen unternehmensspezifischen Intentionen als Mitgesellschafter der Josef Reis GmbH & Co. KG und über die regionalen Branchenbelange hinaus hat !
er sich in den Dienst der bayerischen Wirtschaft insgesamt gestellt. So gehörte Eser von 1990 bis 1997 dem Vorstand der Vereinigung der Arbeitgeberverbände in Bayern (VAB), Bezirksgruppe Aschaffenburg, an. Nach der Fusion der VAB mit dem Landesverband der Bayerischen Industrie (LBI) zur Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw) wirkte er ab 1997 im Vorstand der vbw-Bezirksgruppe Aschaffenburg. Seit deren Fusion mit der vbw-Bezirksgruppe Würzburg-Schweinfurt im Jahr 2005 ist er im Vorstand der vbw-Bezirksgruppe Unterfranken aktiv. Zudem vertritt er die Interessen seiner Region und der unterfränkischen Bekleidungsindustrie seit 2003 im Vorstand der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (vbw) in München.
Neben diesem hohen persönlichen Einsatz zeigte er großes soziales Engagement. So verzichtete er z. B. anlässlich der Eröffnung von Filialen, wie im März 2007 in Köln, auf Eröffnungsevents und unterstützte statt dessen Straßenkinderprojekte in Peru und den Verein Hilfe für Krebskranke Kinder.
Verdienstkreuz am Bande
Kurt Jörg (77) aus Estenfeld, Landkreis Würzburg, hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, sich für das Gemeinwohl in vielfältiger Weise zu engagieren. Von 1972 bis 2002 war er als Mitglied des Gemeinderates von Estenfeld kommunalpolitisch aktiv, davon sechs Jahre auch als dritter Bürgermeister. Stets hat er sich mit großem persönlichen Engagement für seine Mitbürgerinnen und Mitbürger eingesetzt. Erwähnenswert ist auch, dass er fast drei Jahrzehnte lang gemeinsam mit dem jeweils amtierenden Bürgermeister an Weihnachten nicht nur Altenheime besuchte, sondern den Heiligen Abend mit Wehrpflichtigen in der Veitshöchheimer Kaserne verbrachte und mit ihnen anschließend die ökumenische Mette feierte. Von 1974 bis zur Außerdienststellung im Juni 1993 war er zudem Ansprechpartner für die Patenschaft zwischen der "3. Fernmelde 12"-Kompanie und der Gemeinde Estenfeld. Außerdem hat er die Patenschaft mit dem Nachschubregiment 10 ins Leben gerufen, die er ebenfalls bis zur Außerdienststellung übernommen hat. Ehrenamtliches Engagement erbrachte er auch in zahlreichen örtlichen Vereinen. So war er bei der Sängervereinigung über 30 Jahre in verantwortungsvollen Funktionen tätig. Beim Musikverein Estenfeld sowie beim Evangelischen Bau- und Förderverein zählt er zu den Gründungsmitgliedern und übt seit über zwei Jahrzehnten das Amt des Revisors aus. Seit mehr als 20 Jahren fungiert er zudem als Sprecher der örtlichen Vereine. Ferner zählte er zu den Gründern der Estenfelder Karnevalsgemeinschaft und der Estenfelder Karnevalsgesellschaft e.V. Nach wie vor betätigt er sich als Ortsverbandsvorsitzender sowie stellvertretender Kreisvorsitzender der IG-Bau-Steine-Erden und berät die Mitglieder in sozialen Angelegenheiten. Zudem organisiert er den Besuchsdienst für die Mitglieder, die nicht mehr mobil sind, sowie Informationsnachmittage und Ausflüge. Jörg, der auch einige Jahre 1. Vorsitzender des Fußballvereins Mühlhausen war, ist eine Persönlichkeit, die sich durch ihr vielseitiges Wirken für die Allgemeinheit weithin Respekt und Anerkennung erworben hat.
Erich Noll (75) aus Weibersbrunn, Landkreis Aschaffenburg, hat während seiner Amtszeit als hauptberuflicher erster Bürgermeister der Gemeinde Weibersbrunn in den Jahren 1972 bis 2002 seine Heimatgemeinde zu einer fortschrittlichen Kommune entwickelt. Mit unermüdlichem Einsatz wurden zahlreiche infrastrukturelle Maßnahmen realisiert: Fertigstellung der Arbeiten im Schulzentrum, Ausbau der innerörtlichen Straßen, Erschließung und Fertigstellung von Baugebieten, Neubau des Feuerwehrgerätehauses, Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen und moderner Ausrüstung, Sanierung und Ausbau der gemeindlichen Wasserversorgung und vieles mehr. In seiner Amtszeit erfolgte auch die Ausgliederung aus der ehemaligen Verwaltungsgesellschaft Waldaschaff, durch die die Gemeinde ihre verwaltungsmäßige Selbständigkeit wiedererlangte. Schon als Bürgermeister setzte er sich nachhaltig für die Schaffung eines Heimatmuseums ein, welches von seinem Nachfolger fertig gestellt werden konnte. Zur! Eröffnung schenkte er dem Museum seine private Glassammlung und die Sammlung altbäuerlicher Gerätschaften.
Darüber hinaus engagierte und engagiert er sich in einer Vielzahl von örtlichen Vereinen, Verbänden und auch überörtlichen Organisationen. Dem St. Elisabethenverein Weibersbrunn -Personalträger der örtlichen Kindergärten - war er in seiner Funktion als Vorsitzender des Trägervereins über viele Jahre hinweg bei vielen personellen Entscheidungen und Vergrößerungsmaßnahmen eine große Hilfe. Auf seine Initiative wurde 1972 ein DLRG-Ortsverband gegründet, den Noll bis 1998 als einsatzfreudiger Vorstand leitete, daneben war er über viele Jahre hinweg als Revisor im DLRG-Landesverband Bayern tätig. Ihm ist auch die Inbetriebnahme des Vereinsrings Weibersbrunn zu verdanken, der die Interessen aller örtlichen Vereine unter einem Dach vertritt. Als langjähriger Vorsitzender organisierte er unermüdlich immer wieder Veranstaltungen, deren Erlöse für soziale Zwecke wie die Lebenshilfe Schmerlenbach, Aktion Sorgenkind etc. zur Verfügung gestellt wurden. Daneben leitete er von 1971 bis 2002 den Verband der Spessartrechtler (Spessartforstberechtigter) und konnte richtungsweisende Entscheidungen umsetzen. Schließlich war Noll auch im Bereich des Bayerischen Roten Kreuzes, auf dem kirchlichen Sektor, bei der Freiwilligen Feuerwehr, dem Sportverein Rot-Weiß, im Gesangverein „Jägerchor“ und im Musikverein „Spessartklänge“ aktiv tätig. Mitgliedschaft und Förderung örtlicher Vereine war ihm stets Verpflichtung. Beispielhaft war auch sein soziales Engagement. So hat er anlässlich seines 60. Geburtstages auf persönliche Geschenke verzichtet und bat seine Gäste um eine Spende für die Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder Würzburg e.V. Der hierbei gesammelte Betrag wurde von ihm auf 10.200 DM aufgestockt. Damit war Noll Vorbild für weitere Initiativen dieser Art. Noch heute unterstützt er Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde bei schwierigen Amtsgeschäften und steht allen, die Hilfe benötigen, mit Rat und Tat zur Seite. Als überzeugter Europäer ist er seit vielen Jahren Mitglied der Europa Union, setzt sich für deren Etablierung im Landkreis Aschaffenburg ein und wirkt nach wie vor als kompetenter Beisitzer des Ortsverbandes Weibersbrunn.
Kommunale Verdienstmedaille in Silber
Prof. Dr. Edmund Hornung (72) aus Schweinfurt ist seit 1972 ununterbrochen Mitglied des Stadtrats Schweinfurt. Zehn Jahre lang war er als Fraktionsvorsitzender für die Stadtpolitik mitverantwortlich. Prof. Dr. Hornung hat die positive Entwicklung der Stadt Schweinfurt durch seine Arbeit im Stadtrat vorbildlich begleitet und mit voran gebracht. Während der außerordentlich langen Zeit seines beispielhaften kommunalpolitischen Wirkens hat er sich hohe Sachkompetenz erworben. Den Bereichen der Finanzpolitik und des Bauwesens widmet er sein besonderes Interesse. Sein großes Fachwissen und seine Bemühungen, tragbare Kompromisse auf breiter Basis zu finden, werden von den Mitgliedern des Stadtrats allseits geschätzt. Sein Einsatz galt der Modernisierung der Infrastruktur und der Sanierung der geschichtlich gewachsenen Stadtteile Schweinfurts. Wichtig ist es ihm, die Voraussetzungen für die Ansiedelung neuer Betriebe zu fördern und sichere Arbeitsplätze zu schaffen. Maßgeblich hat er zu dem guten Klima zwischen den Studenten der Fachhochschule und der Stadt Schweinfurt beigetragen. Seiner Initiative ist es mit zu verdanken, dass zwischen den Studenten und der Stadtverwaltung ein reger Austausch besteht und auf diese Weise Wünsche und Anregungen der Studenten unmittelbar an die Stadt Schweinfurt herangetragen werden können.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Bayerisches Staatsministerium des Innern.

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