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ver.di setzt Streik für Tarifbindung bei Dehner Gartencenter fort
04.05.2010 / 13:00. Mit Ausdauer setzten die Beschäftigten bei Dehner Gartencenter ihren Kampf um Tarifbindung mit weiteren Streikaktionen am heutigen Mittwoch fort.Zum Streik aufgerufen sind heute die Beschäftigten der Filialen in München-Kirchtrudering, Augsburg, Königsbrunn, Kempten und Memmingen. Die Streiks werden voraussichtlich bis Samstag fortgesetzt.
"Die Beschäftigten leisten gerade jetzt in der Hochsaison bei den Gartencentern Höchstleistungen. Dass hier die Unternehmensleitung weiterhin den Schutz durch Tarifbindung verweigert und ihnen auch die bereits vereinbarten Entgelterhöhungen vorenthält, zwingt die Beschäftigten zu weiteren Streikaktionen", erklärte der ver.di Streikleiter für Schwaben, Berthold Schleidt.
"Nach vielfältigen Aktionen im Vorfeld und der Unterstützung durch die Kunden für die Beschäftigten im Kampf um die Tarifbindung ist dies die dritte Streikaktion. Das zeigt nicht nur von Entschlossenheit, sondern auch von Ausdauer," sagte Stephan Ettensperger, Streikleiter im Allgäu.
"Die Beschäftigten streiken nicht nur für ihre gutes Recht, sondern sie zeigen wie wichtig Tarifbindung in unserem Wirtschaftssystem ist, vor allem bei dem Verdrängungswettbewerb wie er im Einzelhandel herrscht", sagt Dirk Nagel, ver.di Streikleiter in München.
"Wir geben keine Ruhe, bis Dehner seine Tarifflucht beendet und wir den Schutz der Tarifverträge auch wieder für die Beschäftigten durchgesetzt haben", erklärte der Verhandlungsführer für den bayerischen Einzelhandel, Hubert Thiermeyer.
Hintergrund:
Die Unternehmensleitung hatte am 20. März 2009 die Tarifbindung beim Landesverband des Bayerischen Einzelhandels (LBE) durch eine sogenannte OT-Erklärung (OT=Ohne Tarifbindung) gekündigt.
Dies wurde den Betriebsräten und Beschäftigten aber erst nach der Landesgartenschau und nach dem Ende der Tarifrunde im bayerischen Einzelhandel am 20. August 2009 mitgeteilt.
Danach haben Beschäftigte schriftlich ihre Entgelterhöhungen geltend gemacht und ausgewählte Beschäftigte klagen diese Ansprüche auch in Musterverfahren vor den Arbeitsgerichten ein.
Mit einer Protestkartenaktion, an der sich mehr als 10.000 Kundinnen und Kunden solidarisiert haben, wurde der Protest gegen die Tarifflucht fortgeführt.
Mittlerweile gibt es ein breites Bündnis an Solidarität für die Beschäftigten in ihrem Kampf um, durch Tarifverträge geschützte Arbeitsbedingungen welches von den Arbeitnehmerorganisationen der katholischen und evangelischen Kirche, anderen Gewerkschaften und Betriebsräten wichtiger Betriebe am Stammsitz des Unternehmens unterstützt wird.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: ver.di Landesbezirk Bayern.

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