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ver.di Saar

ver.di setzt Nahverkehrs-Warnstreiks in Völklingen und Saarbrücken fort

13.06.2010 / 15:28. Nach den Warnstreiks in Neunkirchen, wo 35.000 Fahrgäste betroffen waren, und Saarlouis mit 30.000 Fahrgästen, hat der Kommunale Arbeitgeberverband Saar e. V. (KAV Saar) bisher keine Reaktion gezeigt. Deshalb setzt Morgen, am Montag, 14. Juni 2010, ver.di in Völklingen und bei der Infrastrukturgesellschaft in Saarbrücken die Warnstreikserie fort. Die Gewerkschaft ruft ganztägig die ca. 50 Beschäftigten der Völklinger Verkehrsbetriebe GmbH (VVB) sowie der Völklinger Verkehrsgesellschaft mbH (VVG) zum Warnstreik auf. Darüber hinaus ruft ver.di die ca. 130 Beschäftigten der Stadtbahn Saar GmbH (SBS) zum ganztätigen Warnstreik auf, teilte der ver.di-Landesbezirksleiter Alfred Staudt mit.


Der Streik beginnt am 14. Juni 2010 in Völklingen um 4.25 Uhr und endet am 14. Juni 2010 um 23.24 Uhr. Die ca. 30 Busse bleiben in den Depots in der Hohenzollernstraße 10, 66333 Völklingen. Betroffen ist der komplette Verkehr - vom Berufs- bis zum Schülerver­kehr. Im Einzelnen sind dies die Linien 180 bis 189 sowie die Schullinien 890 bis 899. Da­mit sind die Verkehrsräume über Völklingen hinaus - Hostenbach, Schaffhausen, Differten, Wadgassen, Überherrn, Bous, Altenkessel, Klarenthal, Luisenthal, Lauterbach, Ludweiler, Bisten und Fenne betroffen. Die ca. 35 Busfahrer befördern an diesem Tag somit über 15.000 Fahrgäste nicht. Bei der Infrastrukturgesellschaft werden die ca. 130 Beschäftigten mit Beginn der jeweiligen Frühschichten, ab 4.00 Uhr und dem spätesten Ende der Nacht­schicht um 6.00 Uhr, am 15. Juni 2010, zum Streik aufgerufen. Hierbei handelt es sich un­ter anderem um die Beschäftigten der Schienenwerkstatt im Werk Ost, der Saarbahn Bus­werkstatt, Fahrausweisprüfer, allgemeine Betriebsdienste, Streckenunterhaltung und die Leitstelle. Am Dienstag, 8. Juni 2010, hatte ver.di in den späten Nachtstunden mit den Saarbrücker Verkehrsbetrieben hierzu eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen, die Teile der Beschäftigten zu Notdienstarbeiten - insbesondere zur Gefahrabwehr für Leib und Leben der Saarbrücker Bevölkerung - verpflichtet. Dabei gilt in der Regel, bei Störungen -Fahrbetrieb abschalten.

Gegen 10.00 Uhr ist eine Kundgebung vor den Werkstoren der Völklinger Verkehrsbe­triebe, Hohenzollernstraße 10, 66333 Völklingen, geplant, zu der auch die streikenden Stadtbahnbeschäftigten kommen.

Hintergrund des Warnstreiks sind die festgefahrenen Tarifverhandlungen mit dem Kommu­nalen Arbeitgeberverband Saar e. V. (KAV Saar) für die ca. 1.000 Beschäftigten im Nahver­kehrstarifvertrag Saarland (TV-N Saar). In der letzten Verhandlungsrunde (3. Runde) am 20. Mai 2010 konnte kein Tarifergebnis erzielt werden. Das von ver.di an die Arbeitgeber gesetzte Ultimatum bis zum 30. Mai 2010, einen kurzfristigen Fortsetzungsverhandlungs­termin anzubieten und die Bereitschaft zu erklären, ein verbessertes Angebot auf den Tisch zu legen, blieb unbeantwortet. Die Arbeitgeberseite bot zuletzt, unter Berücksichtigung der Laufzeit von 26 Monaten, umgerechnet weniger als 1,4 Prozent Lohnerhöhung an. ver.di war bereit, von ihrer Ursprungsforderung von 6,5 Prozent auf 3,5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten zu gehen.

Abschließend bat Staudt die von den Streikmaßnahmen betroffenen Fahrgäste um ihr Ver­ständnis und riet diesen, sich alternative Fahrmöglichkeiten - wie Fahrgemeinschaften - zu organisieren. Insbesondere bat er die Eltern, für ihre Kinder alternative Lösungen zu su­chen.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: ver.di Saar.

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