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Technische Universität Dortmund
Unsere Städte müssen schöner werden: Konferenz soll Weichen neu stellen
05.03.2010 / 11:22. Unsere Städte werden von Jahr zu Jahr hässlicher. Gleichzeitig verliert die Stadt durch den dramatischen Rückgang des Einzelhandels an Lebensqualität. Das noch in den 1960er Jahren spürbar pulsierende Leben der Stadt erlischt mehr und mehr. Und während in Fachzirkeln noch darüber nachgedacht wird, ob und was man vereinzelt verbessern könnte, wehrt sich der Bürger landauf, landab in politischen Bürgerbegehren gegen die Veränderung seiner Stadt.Erstmals seit Jahrzehnten treffen prominente Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Medien und Kultur zusammen, um über das Erscheinungsbild unserer Städte zu diskutieren. Organisiert wurde die Konferenz, die vom 11. - 13. März in Düsseldorf stattfindet, von den Professoren Christoph Mäckler und Wolfgang Sonne vom Institut für Stadtbaukunst an der Fakultät Bauwesen.
Eingeführt wird die Konferenz durch Lutz Lienenkämper, Bauminister des Landes Nordrhein-Westfalen und TU-Rektorin Prof. Dr. Ursula Gather. Die Schirmherrschaft hat Dr. h. c. Petra Roth, Präsidentin des Deutschen Städtetages.
Auf der Konferenz sollen die entscheidenden Herausforderungen des Städtebaus zur Sprache kommen und konkrete Maßnahmen zum Erhalt und zur Revitalisierung der Stadt erarbeitet werden. Ergebnis der Konferenz soll ein Abschlusscommunique sein, das einen konkreten Maßnahmenkatalog enthält. Die Themen und Maßnahmen sollen in den Rahmen der nationalen Stadtentwicklungspolitik der Bundesregierung ebenso Eingang finden wie in die Bestrebungen der Länder, Kommunen und Fachverbände.
Denn Deutschlands Städte stehen vor großen aktuellen Herausforderungen: Als Wirtschaftsstandorte sollen sie durch qualitätvolle urbane Umgebung zur Belebung der Konjunktur beitragen; als Migrationsorte sollen sie den sozialen Zusammenhalt in kultureller Vielfalt befördern; zum globalen Klimaschutz müssen sie durch Energieeffizienz und Nachhaltigkeit einen entscheidenden Beitrag leisten.
Doch wieder einmal droht - wie schon im reduktionistischen Verständnis des Funktionalismus - eine isolierte Betrachtungsweise dieser einzelnen Bereiche der Stadtentwicklung, die zu kontraproduktiven Ergebnissen führen wird. Im technikgläubigen Innovationsdrang - unterlegt mit dem moralischen Impetus des ökologischen Katastrophenszenarios - drohen die komplexen Zusammenhänge der Stadt missachtet und vor allem die räumlich-gestalterischen Qualitäten und die historisch-traditionellen Identitäten unserer Städte ignoriert zu werden.
Nach Kriegs- und Wiederaufbauzerstörungen droht heute eine dritte Welle der Stadtzerstörung: Eine vor allem nur ökonomisch, sozial, politisch, verkehrstechnisch und ökologisch ausgerichtete Stadtplanung zerstört die gestalterischen Qualitäten der Stadt und damit deren Identität, denen vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle zukommt.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Technische Universität Dortmund.

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