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Universität Bremen

Uni Bremen sucht Professorinnen

16.09.2010 / 11:32. Die Universität Bremen setzt sich seit Jahren intensiv für mehr Gleichberichtigung im Wissenschaftsbetrieb ein. Mit Erfolg: So wurde sie in diesem Jahr von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bei der Umsetzung der DFG-Gleichstellungsstandards als eine der zwölf besten Hochschulen ausgezeichnet. Um die sehr gute gleichstellungspolitische Position weiter zu verbessern, legte die Universität - in Ergänzung ihrer bereits bestehenden vielfältigen Aktivitäten - das Grete-Henry- Programm zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit und personeller Vielfalt auf. Ziel des Programms ist die deutliche Erhöhung der Frauenanteile und eine größere personelle Vielfalt auf allen Ebenen des wissenschaftlichen Personals. Im Rahmen des Programms hat die Universität Bremen jetzt acht Professuren für Wissenschaftlerinnen (www.uni-bremen.de/stellen) ausgeschrieben. Die Lehrstühle verteilen sich über verschiedene Fachgebiete der Universität. Dazu gehören Physik, Sprachwissenschaften (Anglistik), Rechtswissenschaft, Gesundheitswissenschaften, Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft und Geowissenschaften. Darüber hinaus sollen über das Grete-Henry-Programm auch mehr wissenschaftliche Mitarbeiterinnen für den akademischen Mittelbau gewonnen werden.


Grete Henry (oder Grete Hermann), geboren am 2. März 1901 in Bremen und gestorben am 15. April 1984 in Bremen, war Mathematikerin, Physikerin, Philosophin und Pädagogin, die bei Emmy Noether in Göttingen promovierte und in regem wissenschaftlichen Austausch mit Werner Heisenberg, Leonard Nelsen und anderen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen ihrer Zeit stand. Bis zu ihrem Exil hielt sie während des Nationalsozialismus philosophische Kurse ab und publizierte intensiv in NS-kritischen Kontexten. Sie kehrte 1947 nach Deutschland und Bremen zurück, wirkte am Aufbau der Pädagogischen Hochschule in Bremen mit und war dort zehn Jahre als Professorin für Physik und Philosophie tätig. Daneben engagierte sie sich in der Bildungspolitik von SPD und Gewerkschaften.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Universität Bremen.

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