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Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit
Umweltminister Söder: Bayerns Natur braucht starke Partner / Erstmals "Bio-Oskar" vergeben
20.09.2010 / 12:12. Die Bewahrung der Schöpfung ist unser Leitmotiv: Gemeinsam müssen wir die Artenvielfalt erhalten und die natürlichen Lebensgrundlagen schützen. Der Bayerische Biodiversitätspreis, der "Bio-Oskar", würdigt deshalb vorbildliches ehrenamtliches Engagement für die Naturschätze im Freistaat. Dies betonte Dr. Markus Söder, Umweltminister, heute bei der Auszeichnung der Preisträger in München. "Bayerns Natur braucht Partner, die ihre Heimat lebens- und liebenswert erhalten wollen. Sie sollen Vorbild für andere sein." Mit dem Hauptpreis zeichnete der Umweltminister die Kreisgruppe Landshut des Landesbundes für Vogelschutz aus.Naturschutzarbeit kann laut Söder ohne die vielen ehrenamtlich tätigen Personen, Institutionen, Vereine und Verbände nicht vollends gelingen. Auch zahlreiche Landkreise, Städte und Gemeinden lieferten wertvolle Unterstützung: Deren Landschaftspflegeverbände seien wichtige Partner bei Naturschutzprojekten. Der Bayerische Naturschutzfonds würdigt daher herausragende Projekte und besondere Leistungen im Arten- und Biotopschutz in diesem Jahr erstmalig mit dem Biodiversitätspreis.
Der Bayerische Biodiversitätspreis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert und wird in zwei Kategorien verliehen: Es werden Projekte ausgezeichnet, die die Bayerische Biodiversitätsstrategie in vorbildlicher Weise umsetzen (Kategorie "Umsetzung"). Zudem wird die ehrenamtliche Kartierung von Pflanzen- und Tierarten zur Dokumentation der Artenvielfalt ausgezeichnet (Kategorie "Erfassung"). Der Hauptpreis vereint beide Kategorien.
Folgende Institutionen und Personen wurden geehrt:
- Den Hauptpreis (7.500 Euro) erhält die Kreisgruppe Landshut des Landesbundes für Vogelschutz für die ebietsbetreuung der "Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen". Sie erfasst und dokumentiert die Vogelbestände des Gebiets. Dabei arbeitet sie eng mit Fachbehörden vor Ort zusammen. Ihr Wissen setzen die Mitglieder gezielt in Artenschutzmaßnahmen um, zum Beispiel für die Flussseeschwalbe.
- Preisträger in der Kategorie "Umsetzung" (3.000 Euro) ist der Landschaftspflegeverband Mittelfranken für "Die Berghexe am Hesselberg". Das Projekt bringt der örtlichen Bevölkerung auf kreative Weise das Thema Biodiversität am Beispiel der Berghexe, einem bedrohten Tagfalter, nahe. Mit zahlreichen Führungen und Naturerlebnisaktionen werden Kinder und Erwachsene aktiv in die Naturschutzarbeit eingebunden.
- Preisträger in der Kategorie "Erfassung" (3.000 Euro) ist die Kreisgruppe Bad Kissingen des Bund Naturschutzes. Seit vielen Jahren erfassen die Mitglieder die vielfältige Pflanzen- und Tierwelt im Landkreis Bad Kissingen. Ihre Ergebnisse werden in Verbreitungsatlanten und Gefährdungslisten veröffentlicht. Sie sind wichtige Grundlage, um Arten- und Biotopschutzmaßnahmen vor Ort umzusetzen.
- Ein Sonderpreis "Eigeninitiative für Biodiversität" (750 Euro) geht an Andrea Mayer aus Leiblfing (Landkreis Straubing-Bogen). Sie hat auf eigenem Grund eine Lindenallee, eine Baumreihe angelegt sowie eine Streuobstwiese wiederhergestellt. Sie setzt damit ein vorbildliches Zeichen für einen naturnahen Umgang mit privaten Grundflächen - mit viel eigener Arbeitsleistung und eigenem finanziellem Engagement.
- Ein Sonderpreis "Engagement für Biodiversität in der Schule" (750 Euro) geht an die Volksschule Laubenberg (Landkreis Lindau). In einer Umwelt-Arbeitsgruppe wird den Kindern beim Bau von Nistkästen, "Igelhotels" und "Bienenpensionen" Biodiversität näher gebracht. Auf dem selbst angelegten Waldsinneaktivpfad oder bei der Pflege der Streuobstwiese, lernen die Kinder den Wert der Natur schätzen.
- Mit der Umweltmedaille ausgezeichnet wurde Prof. Dr. Werner Nezadal aus Herzogenaurach (Landkreis Erlangen-Höchstadt). Er war etwa 40 Jahre an der Universität Erlangen-Nürnberg im Fachbereich Geobotanik tätig. Beruflich und ehrenamtlich hat er Arten- und Lebensraumkenntnisse und damit Wissen und Kompetenz im Bereich Biodiversität vermittelt.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit.

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