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DEBRIV Bundesverband Braunkohle
Ukraine öffnet Strommarkt bis 2017
17.05.2010 / 17:32. In der Ukraine können jetzt erstmals sogenannte „qualifizierte Verbraucher“ ihren Strombedarf bei den Produzenten direkt einkaufen. Der Start in die Öffnung des ukrainischen Strommarktes beginnt mit Großverbrauchern, die etwa ein Fünftel des Gesamtverbrauchs abdecken. 2011 wird die Marktöffnung auf 40 Prozent steigen. Ab 2014 soll eine Strombörse ihre Arbeit aufnehmen und zu einem realistischen Preisbild auf dem Strommarkt der Ukraine beitragen. Für 2017 ist die vollständige Öffnung des Marktes vorgesehen. Für private Haushalte sieht das Marktmodell auch in Zukunft staatlich regulierte Tarife vor. Für das laufende Jahr erwartet die Elektrizitätswirtschaft der Ukraine einen Anstieg ihrer Erzeugung um rund 6 Prozent auf 184 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh). 2009 hatte die Erzeugung infolge des wirtschaftlichen Einbruchs mit rund 173 Mrd. kWh den tiefsten Stand seit 1999 erreicht.Die Stromerzeugung der Ukraine beruht zu knapp der Hälfte auf Kernenergie und zu mehr als einem Drittel auf Kohle. Beim Primärenergieverbrauch dominiert dagegen das Erdgas mit einem Anteil von über 40 Prozent, gefolgt von der Kohle mit knapp 30 Prozent. Die Kohlenförderung soll im Rahmen der neuen Energiestrategie von derzeit rund 80 Millionen Tonnen (Mio. t) pro Jahr bis 2020 auf 115 Mio. t und bis 2030 auf 130 Mio. t steigen. Es wird damit gerechnet, dass der Anteil der Kraftwerkskohle an der Förderung weiter zunehmen und die Produktion von Kokskohle deutlich verringert wird. In der ukrainischen Kohlenindustrie sind derzeit rund 258 000 Menschen beschäftigt. Unklar ist die Zukunft der staatlichen Kohlenbergwerke in der Ukraine, deren Produktion zwischen 2004 und 2009 von 50 Mio. t auf 38 Mio t sank, deren Bedarf an staatlichen Beihilfen jedoch im selben Zeitraum von etwa 380 Mio. Euro auf knapp 700 Mio. Euro pro Jahr anstieg.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: DEBRIV Bundesverband Braunkohle.

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