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Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie
Thüringer Wirtschaft besteht ersten Stresstest
24.09.2010 / 11:48. "Die Thüringer Wirtschaft ist wieder auf Wachstumskurs": Mit diesen Worten hat Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig die heute vorgelegten Zahlen des Thüringer Landesamts für Statistik zur Wirtschaftsentwicklung im ersten Halbjahr 2010 kommentiert. Mit Rang 4 im bundesweiten Wachstumsvergleich - nach Baden-Württemberg, Saarland und Rheinland-Pfalz - habe die Thüringer Wirtschaft "den ersten Stresstest nach dem Krisenjahr 2009 erfolgreich bestanden". Machnig warnte allerdings vor zu großer Euphorie: Nach einem Einbruch von 6,3 Prozent im 1. Halbjahr 2009 gehe das Wachstum von einer vergleichsweise niedrigen Ausgangsbasis aus.Nach Ansicht von Machnig ist die gute Entwicklung der Thüringer Wirtschaft vor allem auf die "Konjunkturlokomotive Industrie" zurückzuführen, die in den vergangenen Monaten zum Teil zweistellige Umsatzzuwächse verzeichnet hat. Dagegen sei die Entwicklung im Baugewerbe nach dem Auslaufen der Konjunkturpakete rückläufig und wirke deshalb eher konjunkturbremsend. Nach wie vor sieht der Minister zudem enorme Konjunkturrisiken für Deutschland und damit auch für Thüringen. So beruht das Wachstum derzeit vor allem auf dem Export, der sich aber nach allen Prognosen spätestens im kommenden Jahr wieder abschwächen wird. Dagegen trage die Binnenwirtschaft derzeit praktisch nicht zum Wirtschaftswachstum bei.
Der aktive Staat bleibe in der jetzigen Situation deshalb gefordert. "Wir brauchen eine Investitionsoffensive, die den Aufschwung sichert und auch den Arbeitnehmern in Form steigender Löhne zugute kommt", sagte Machnig. Wichtigste Aufgabe sei es, öffentliche und private Investitionen auf einem hohen Niveau zu halten. Die Landesregierung habe mit ihrem Haushaltsentwurf genau dafür die Weichen gestellt, indem sie Mittel für investive Zwecke zur Verfügung stelle. Auch der Bund sei gefordert, mehr Anstrengungen zu unternehmen - z.B. für eine steuerliche Begünstigung von Investitionen und Forschungsausgaben vor allem kleiner und mittlerer Unternehmen, die Verbesserung von Abschreibungsmöglichkeiten sowie Investitionszulagen für ressourcensparende Investitionen.
Nach Angaben des TLS ist die Thüringer Wirtschaft im ersten Halbjahr 2010 um 3,4 Prozent gewachsen. Damit liegt der Freistaat deutlich über dem Durchschnitt der neuen Länder von 2,2 Prozent.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie.

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