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Badischer Zimmerer- und Holzbauverband e.V.
Südbadische Bauwirtschaft meldet leichte konjunkturelle Erholung
18.05.2010 / 10:54. Die Geschäftslage in der südbadischen Bauwirtschaft hat sich im Frühjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr und zum Vorquartal etwas verbessert. Dies ergab eine Erhebung der Bauwirtschaft Baden-Württemberg unter ihren südbadischen Mitgliedsbetrieben. Einen Aufwärtstrend verzeichnet vor allem der Wohnungsbau. So bezeichnen in der Sparte Ein- und Zweifamilienhausbau 58 Prozent der Betriebe ihre Geschäftslage als befriedigend oder gut, im Mehrfamilienhausbau liegt dieser Anteil bei 39 Prozent. Diese Zahlen korrespondieren mit der Entwicklung der Baugenehmigungen im Wohnungsbau, die in Südbaden seit dem dritten Quartal 2009 allerdings auf sehr niedrigem Niveau wieder zunehmen.Leicht aufwärts gerichtet ist auch die konjunkturelle Entwicklung im Wirtschaftsbau und bedingt durch die staatlichen Konjunkturprogramme im öffentlichen Hochbau. In diesen Sparten melden jeweils 48 Prozent der Firmen eine befriedigende oder gute Geschäftslage. Dagegen hat sich die aufgrund der Konjunkturpakete zuletzt recht günstige Situation im Straßenbau sowie im Tiefbau geringfügig eingetrübt. Immerhin liegt in diesen beiden Sparten der Anteil derjenigen Betriebe, welche die Geschäftslage als befriedigend oder gut bewerten, noch bei 52 bzw. 70 Prozent.
Trotz verbesserter Konjunktur bleibt die Wettbewerbssituation in der Bauwirtschaft angespannt: Nach wie vor klagt die große Mehrheit der Betriebe über harte bis ruinöse Konkurrenzbedingungen. Die schlechte Zahlungsmoral der Auftraggeber, welche 64 Prozent der Firmen bemängeln, belastet zusätzlich die wirtschaftliche Situation der Bauunternehmen.
Was die Beschäftigtenentwicklung am Bau angeht, so ist in den nächsten Monaten mit keinen wesentlichen Veränderungen zu rechnen. Die Mehrzahl der Betriebe beabsichtigt, ihre Mitarbeiter zu halten. 39 Prozent der Unternehmen klagen über Fachkräftemangel. Vor diesem Hintergrund ist die Ausbildungsbereitschaft weiterhin sehr hoch: Im März 2010 gab es in der südbadischen Bauwirtschaft rund 90 freie Lehrstellen.
Um die Lage der Bauwirtschaft zu stabilisieren und damit auch den gesamtwirtschaftlichen Aufwärtstrend zu stärken, fordert die Bauwirtschaft Baden-Württemberg über die Laufzeit der Konjunkturprogramme hinaus eine bedarfsgerechte Ausweitung der öffentlichen Bauinvestitionen. Insbesondere im Verkehrswegebau, aber auch im öffentlichen Hochbau sowie im Bereich des Kanalnetzes, besteht aufgrund jahrelanger Sparmaßnahmen ein großer Investitionsstau, der dringend aufgelöst werden muss. Notwendig sind darüber hinaus Maßnahmen zur Förderung des Wohnungsbaus, um drohende Defizite in der Wohnungsversorgung zu verhindern. So müssen im Mietwohnungsbau die Abschreibungsmöglichkeiten spürbar verbessert werden. Sinnvoll sind darüber hinaus Steuerermäßigungen bei Energiesparmaßnahmen an Altbauten und selbst genutztem Wohnraum.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Badischer Zimmerer- und Holzbauverband e.V..

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