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VNL/VDR - Verband Niedersächsischer Lehrkräfte

Streichung von 9000 Lehrerstellen inakzeptabel, populistisch und realitätsfern

26.05.2010 / 20:15. Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte - VNL/VDR bewertet die Forderung des Landesrechnungshofes, wegen zurückgehender Schülerzahlen zukünftig bis zu 9.200 Lehrerstellen zu streichen, als inakzeptabel, populistisch und realitätsfern. "Gerade der Schülerrückgang muss dazu genutzt werden, dringend notwendige pädagogische Maßnahmen zu verwirklichen. Dazu gehören kleinere Klassen, bessere Arbeitsbedingungen für alle an Schule Beteiligten, die Umsetzung der UN-Konvention zur Inklusion, um nur einige Beispiele zu nennen", so Manfred Busch, VNL/VDR-Landesvorsitzender in einer ersten Stellungnahme.


Es ist zwar anerkennenswert, dass der Landesrechnungshof in seinem Bericht selbst feststellt, "... dass Schule zukünftig verstärkt gefordert ist, nachteilige gesellschaftliche Veränderungen aufzufangen und Schule den allgemeinen Erziehungsauftrag zunehmend allein wahrnimmt". Die Schlussfolgerung des Landesrechnungshofes, die Demografie-Rendite besser zur Haushaltssanierung zu nutzen als in die Bildung zu stecken, ist jedoch falsch und gefährlich. Was an der einen Stelle gewonnen wird, wird dem Land an anderer Stelle doppelt teuer zu stehen kommen.

"Die Landesregierung bleibt gefordert, in Zeiten knapper Kassen intelligente Lösungen für den Bildungsbereich zum Wohle aller an Bildung Beteiligten zu finden. Der VNL/VDR ist gerne bereit, dabei mitzuhelfen", so Busch abschließend.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: VNL/VDR - Verband Niedersächsischer Lehrkräfte.

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