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GEW Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, LV Bremen

Stellen für Bachelor-AbsolventInnenin den Kitas

15.06.2010 / 14:47. Auf Einladung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) trafen sich Vertreter und Vertreterinnen der beiden größten Träger im Kita-Bereich (KiTa Bremen und Brem. Evang. Kirche), deren Personalvertretungen und die Uni-Koordinatorinnen von „Profis in Kitas“ (PIK), um Möglichkeiten auszuloten, wissenschaftlich ausgebildetes Personal (ElementarpädagogInnen) in den Kitas einsetzen zu können.


Ziel dieses Treffens sei es gewesen, so GEW-Vorstandssprecher Christian Gloede-Noweck, den Druck auf Politik zu erhöhen, endlich den Lippenbekenntnissen zur Qualitätssteigerung im frühkindlichen Bereich auch Taten folgen zu lassen. Man habe vor Jahren an der Uni Bremen einen entsprechenden Studiengang eingerichtet, die ersten AbsolventInnen seien fertig und nun könne sie keiner einstellen, da seitens der politisch Verantwortlichen die dafür notwendigen Stellen nicht eingerichtet würden. Dies sei aber nötig und konsequent, zumal die AbsolventInnen derzeit bereits ein „Berufseinstiegsjahr“ absolvierten und im aktuellen Entwurf des Bremer Kinderförderungsgesetzes ElementarpädagogInnen mit Bachelor-Abschluss vorgesehen seien.

Einig waren sich alle Beteiligte dieses Treffens, dass der Einsatz von ElementarpädagogInnen eine wertvolle Bereicherung des bestehenden „Personal-Mix“ darstellen würde. Hervorgehoben wurde die profunde Ausbildung gerade mit Blick auf das Erkennen der Entwicklungspotenziale von Kindern und den Übergang von „frühkindlicher“ zu „schulischer“ Bildung.

Die GEW forderte beide Träger auf, an dieser Frage eng zusammenzuarbeiten. Es ginge darum, einen „Pioniergeist“ zu entwickeln und gesellschaftliches Bewusstsein für die Notwendigkeit dieser Qualitätsverbesserung zu schaffen. „Dazu benötigen wir jetzt ein Modell, in dem ElementarpädagogInnen mit einer gesonderten Aufgabenbeschreibung und einer der Ausbildung und Tätigkeit entsprechenden Bezahlung auf vorhandenen Stellen eingesetzt werden können. Die konkrete Tätigkeitsbeschreibung muss sich dann im Prozess entwickeln“, so Gloede-Noweck. Aufgabe der Träger sei es nun, mögliche Einsatzorte zu finden und eine erste Stellenbeschreibung vorzulegen. Die Uni-Koordinatorinnen sagten ihre Unterstützung bzgl. einer wissenschaftlichen Begleitung für ein derartiges Modell zu. Die Personalvertretungen wiesen ausdrücklich darauf hin, alle Möglichkeiten des bestehenden Tarifvertrages Sozial- und Erziehungsdienst auszuloten.

Das entscheidende Signal dieses Treffens sei, dass beide großen Träger fachlich die Einstellung von ElementarpädagogInnen begrüßen sowie ihre Bereitschaft bekundeten, Möglichkeiten der Umsetzung intensiv zu prüfen.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: GEW Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, LV Bremen.

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