Um Ihnen künftig einen noch besseren Service anbieten zu können, konzentriern wir uns derzeit auf eine größere Umstrukturierung. Freuen Sie sich auf ein frisches Layout, mehr Nachrichten und mehr Möglichkeiten zum Mitmachen ab 2011!
Umweltministerium Baden-Württemberg
Startschuss für Schulprojekt zur Auenwaldpflanzung
28.04.2010 / 11:36. "Intakte Auenwälder haben eine wichtige Funktion für natürliche Gewässer. Sie nehmen das Wasser auf, das in den naturbelassenen Auenböden gefiltert und gespeichert wird. Die Entwicklung naturnaher Gewässer ist damit eine Investition in die Zukunft. Der generationenübergreifende Ansatz, den die Grundschule Bopfingen-Oberdorf mit der Einrichtung eines Lernorts in der Sechta-Aue und der Auenwaldpflanzung verfolgt, ist daher sehr stimmig und fügt sich gut ein in die bisherigen Gewässerschutzmaßnahmen. Es wäre ein großartiger Erfolg, wenn die Schaffung und Sicherung einer intakten Auenlandschaft ebenfalls generationenübergreifend verankert werden könnte", sagte Ministerialdirektor Bernhard Bauer heute (28. April 2010) beim Startschuss des Schulprojekts in Bopfingen.Zugleich dankte der Amtschef des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr allen Beteiligten, die sich schon in der Vergangenheit für die Renaturierung der Sechta eingesetzt hätten. "Ohne das große Engagement besonders der beteiligten Verbände, Behörden, Kommunen und NABU-Gruppen wären die bereits erzielten Erfolge bei der Renaturierung nicht möglich gewesen", betonte Bernhard Bauer.
Begonnen habe das Kapitel Sechta mit umfassenden Hochwasserschutzmaßnahmen in den vergangenen Jahren. Mit den jüngsten Maßnahmen habe ein hundertjährlicher Hochwasserschutz für den Bopfinger Teilort Oberdorf erreicht werden können. Das Land habe hierzu 90 Prozent der Kosten beigesteuert. In einem weiteren Schritt gehe es nun um die naturnahe Umgestaltung des stark ausgebauten und begradigten Gewässerverlaufs der Sechta. Dazu sei das Projekt "PROSEKKO", Projekt zur Renaturierung der Sechta auf den Gemarkungen Kirchheim, Kerkheim und Oberdorf, gestartet worden. "Insgesamt konnten rund 50 Hektar künftiger Auenraum erworben oder getauscht werden. Damit wird der Sechta auf den Gemarkungen Kirchheim, Kerkingen und Oberdorf wieder Raum für eine lebendige Flusslandschaft gegeben", sagte Bauer.
Den Löwenanteil an der Finanzierung der Renaturierungsmaßnahmen habe mit rund 300.000 Euro die Stiftung Naturschutzfonds geleistet. Die Hälfte der Mittel werde für den Erwerb von rund elf Hektar Fläche durch den Wasser- und Bodenverband und andere Hälfte für die naturnahe Gestaltung der Sechta durch die Naturschutzverwaltung beim Regierungspräsidium Stuttgart verwendet. "Die Fördermittel sind hier gut angelegt, denn es handelt sich um das landesweit größte Projekt, bei dem ein Fließgewässer weitestgehend wieder in den Ursprungszustand vor der Begradigung versetzt wird", betonte der Amtschef des Umweltministeriums.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Umweltministerium Baden-Württemberg.

Kommentare zu diesem Artikel
Schreiben Sie den ersten Kommentar!
Kommentieren >>
Bitte melden Sie sich an, um Kommentare zu schreiben!