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Stadtverwaltung Würzburg

Sicher im Netz und mit Handy unterwegs: Stadt Würzburg und Sparda Bank schulen 17.000 Schüler

29.09.2010 / 11:17. Würzburg - „Willst Du mit mir einen Kaffe trinken gehen?“ Der Mann bedrängt die junge Schülerin per Handy, widerwillig willigt sie ein. Doch 50 Meter weiter hören 1000 Kinder kichernd in der s.Oliver-Arena zu. Denn das Handy der Schülerin ist gehackt - jeder kann mithören. Die Würzburger Jugendlichen sind beeindruckt, wie einfach der Internetexperte Götz Schartner das Telefonat trotz der großen Entfernung abhören konnte. Durch einen unauffälligen eingeschleusten Virus ist es für den Fachmann ein Kinderspiel, sich in das fremde Handy einzuwählen und so an Daten anderer Leute zu gelangen. Dass das Internet und Handy viel Spaß und Möglichkeiten bietet, aber auch Gefahren und Risiken verbirgt, lernen alle 17.000 Würzburger Schülerinnen und Schüler seit Montag beim Schulprojekt „Surfsafe“, das die Stadt Würzburg in Zusammenarbeit mit der Sparda-Bank veranstaltet. Die Experten Schartner und Erwin Markowsky zeigen den Schülern der 6. Jahrgangsstufe, dass der leichtsinnige Umgang mit persönlichen Daten schwere Folgen haben kann. Durch einfache Darstellungen und bildhafte Vergleiche wird die Technik und Funktion der unterschiedlichen Geräte und Programme veranschaulicht und den Schülern auf spielerische Art begreifbar gemacht. Welche Handys der Jugendlichen für die oben geschilderte Szene besonders anfällig sind, demonstrieren die Experten anhand einer Liste, die alle Telefone aufführt, die momentan über Funk abrufbar sind. Wer sein Handy über eine unverschlüsselte Verbindung im Dauerbetrieb lässt, riskiert, von fremden Personen ausspioniert zu werden. Auch die Gefahren von sozialen Plattformen werden besprochen. Durch reale Beispiele verdeutlicht Schartner den Schülern, wie gefährlich es ist, sich mit unbekannten Personen alleine zu verabreden oder intime Bilder online zu stellen. Fotos könnten von anderen im Internet weiter verbreitet oder für Erpressungsversuche genutzt werden. Deshalb versuchen die Experten gerade die jungen Mädchen zu sensibilisieren, keine freizügigen Bilder an ihre Freunde weiterzugeben. Auch Downloads aus dem Internet, egal ob Filme oder Musik, sind oft illegal. Wer glaubt, ungestraft davon zu kommen, irrt sich, denn das Internet bietet fast keine Möglichkeiten, anonym zu bleiben. So kennt Schartner eine Familie, die einige Tage später Post vom Rechtsanwalt erhielt: Die Familie wurde auf mehrere tausend Euro Schadensersatz verklagt. Dass diese Rechnung durchaus im sechsstelligen Bereich liegen kann, ist für viele der Jugendlichen ein Schock.


Auch beim Umgang mit einer Webcam ist Vorsicht geboten. Hacker können sich durch einen Virus in den PC einloggen und so unbemerkt Aufnahmen machen, die die betreffenden Personen in intimen Situationen zeigen, was die Experten live in der Halle den Schülern demonstrierten: Die Schüler staunen nicht schlecht, als sie plötzlich live auf der Leinwand zu sehen sind. Am Ende der Veranstaltung gibt es von den interessierten Schülern viele Fragen zum sicheren Surfen und Downloaden. Auch nach der Projektwoche sollen die Themen in der Schule noch besprochen und ausgearbeitet werden. Dafür werden die Jugendlichen ein Arbeitsheft erhalten, in dem Aufgaben rund um das Thema „Fun & Risk im Netz“ sind und Hinweise gegeben werden, wo sich die Schüler bei Fragen und Unklarheiten informieren können. Eine dieser Anlaufstationen ist die Internetseite www.spardasurfsafe.de. Hier finden Interessierte nicht nur Informationen zu Software und Programmen, sondern auch einen fachkundigen Rechtsanwalt, der genau weiß, was man im Internet darf und was nicht.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Stadtverwaltung Würzburg .

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