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SchachtZeichen zum krönenden Abschluss von „Land der Ideen“ ausgezeichnet
30.05.2010 / 14:20. Das RUHR.2010-Großprojekt SchachtZeichen ist zum krönenden Abschluss der Aktion ausgezeichnet worden: als eine gute Idee der Kulturhauptstadt Europas! So wertschätzen die Deutsche Bank und die Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ im Rahmen des Wettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“ Innovationen aus Deutschland.Bei einer kleinen Feierstunde in Dortmund übergab Sven Olderdissen, Mitglied der Geschäftsleitung, Private Wealth Management Deutschland, Deutsche Bank AG, den Preis: „Die Kunstinstallation SchachtZeichen macht die Veränderungen im Ruhrgebiet vom Kohlebergbau bis hin zur Kulturhauptstadt sichtbar. Sie regt zum Dialog an und verweist auf die Orte, an denen alles begann. Mit den SchachtZeichen hat RUHR.2010 einen beispielhaften künstlerischen Ansatz gewählt, um den Strukturwandel in der Metropole Ruhr erlebbar zu machen. Einen Ansatz, der über den temporären Charakter hinausgeht. Denn es sind Netzwerke entstanden von Menschen, die sich mit der Geschichte ihrer Region auseinandersetzen, die den Bergbau als Teil ihrer Vergangenheit betrachten, als Bestandteil ihrer Gegenwart – aber auch als Perspektive ihrer Zukunft.“
Ideengeber und Projektautor Volker Bandelow beglückwünschte „alle, die SchachtZeichen möglich gemacht haben“, hätte dem Projekt nur noch ein besseres Wetter gewünscht. Dennoch: „SchachtZeichen hat so vieles bewegt – die Menschen durch das Ruhrgebiet, ihre Gespräche miteinander, ihre Herzen und ihre Gedanken. So sollte es sein.“
Vor allem die Bewohner und Besucher der Kulturhauptstadt – einige Hunderttausende sind an den neun Tagen unterwegs gewesen auf Halden und Hochpunkten der Metropole Ruhr – hatten Fritz Pleitgen, Vorsitzender der Geschäftsführung der RUHR.2010 GmbH, besonders beeindruckt: „Wieder einmal hat uns die Bevölkerung überrascht, dass sie die Kulturhauptstadt mit ihrer Zuwendung zu ihrer Sache macht und die SchachtZeichen zu einem großen Erlebnis. Viele Geschichten sind erzählt worden. Das stärkt den Geist des Ruhrgebiets.“ Pleitgen hob vor allem das Engagement der Volunteers hervor: „Ohne diese Einsatzbereitschaft wäre ein solches Großprojekt nicht denkbar gewesen. Die Helfer haben diesen Marathon am Tag und in der Nacht mit unglaublicher Kondition absolviert. Über 7000 Menschen waren dafür in Aktion.“
Das Wetter ist RUHR.2010 dabei in seiner Unberechenbarkeit treu geblieben. Waren die Höhepunkte sicherlich der starke Start am Pfingstwochenende sowie das spontan zusätzlich anberaumte „Vor-Glühen“ der NachtSchachtZeichen in stimmungsvoller Korrespondenz mit dem Vollmund am Freitag, so hatte es durch die widrigen Witterungen auch vier Ruhetage gegeben. Insgesamt sieben Ballone – drei durch Vandalismus, vier durch Sturmböen-bedingte Bedienungsfehler (drei davon in der jüngsten Nacht auf Sonntag) sind, ohne bekannte weitere Vorfälle, unplangemäß in den Luftraum aufgestiegen. Einige Dutzend Ballone sind beschädigt worden und mussten durch Austausch und Reparaturservice rund um die Uhr sukzessive ersetzt werden, so lang der Vorrat reichte. „Eine große logistische Leistung von vielen freiwilligen Helfern und professionellen Mitarbeitern“, bilanzierte Martin Janik, Technischer Leiter der SchachtZeichen. „Technische Probleme treten bei solch einem ‚hochauflösendem’ Projekt immer auf. Darauf waren wir vorbereitet und haben entsprechend reagieren können.“
Weitere Statements zu SchachtZeichen aus den Städten:
Herne, SachtZeichen-Beauftragter Ralf Piorr:
„SchachtZeichen hat deutlich gemacht, es gibt die Verbindung unter den Bergleuten, den Familien, Freunden, der Gemeinschaft, die auf sich Acht gibt! SchachtZeichen war nicht nur ein Bild, sondern hat das alte Koloniegefühl wieder belebt, hat die Anwohner mit einer emotionalen Wärme zusammengeführt. SchachtZeichen war dabei immer soziales Thema: Steigt er oder steigt er nicht? SchachtZeichen wird im Rahmen der Kulturhauptstadt nachhaltig in Erinnerung bleiben. Es hat den Menschen etwas klar gemacht. Als soziale Aktion war es ein voller Erfolg, als technische Aktion hatte es seine Schwächen.“ (19 SchachtZeichen gab es allein in Herne, die Kolping Familie hatte ein großes Zeltdorf aufgebaut, Samstagabend waren über 500 Leute bei der Bergparade auf Mont Cenis)
Roman Janzen, Lehrer an der Hiberniaschule, Zeche Hibernia:
„Mit SchachtZeichen hatten die Ruhris die Möglichkeit zu zeigen, was in ihnen steckt und wie wir den Strukturwandel bewältigen. Auf diese Gelegenheit haben wir lange gewartet.
Wir haben die Alten erinnert und die Jungen zum Staunen und Fragen gebracht! Unterm Ballon, das war ein Begegnungszentrum für die Menschen hier.“
Bochum, SchachtZeichen-Beauftragter Dietmar Bleidick:
„Ein Truppe Bayern ist heute noch da, sie sind extra schnell noch angereist, weil sie die Fernsehbilder so fasziniert haben. Sie dachten, hier fliegen noch Briketts durch die Luft, und waren völlig überrascht, wie grün es hier ist. Die Resonanz ist uneingeschränkt positiv, die Erwartungen sind voll übertroffen. Wir hatten zwar ein depressives Tief zwischen Montag und Mittwoch, aber dafür waren Donnerstag und Freitag wieder überwältigend. Die Besucherzahlen füllen mindestens ein Fußballstadion. Wir haben sehr viele Schulklassen hier gehabt und ihnen von der Vergangenheit erzählt. Unterm Ballon haben sich Leute wiedergetroffen, die sich 40 Jahre nicht gesehen haben. Neun Tage waren aber fast ein bisschen lang, fünf Tage hätten ausgereicht.“
Dortmund, SachtZeichen-Beauftragter Dieter Schwertfeger:
„700 Kilometer haben ich auf meinem Tacho stehen! Ich bin von morgens bis abends von Standort zu Standort gefahren! Aber alles war toll!“
Dorsten, SchachtZeichen-Beauftragte Andrea Kortemeyer:
„Es ist absolut ansteckend, welche Euphorie sich selbst auf der grünen Wiese an der B58, wo nichts mehr auf die Zeche hinweist, ausgebreitet hat. Die Betreuer wollten erst nichts machen und haben dann eine Riesenprogramm aus dem Hut gezaubert.“
Manfred Osenger, Bürgermeister Duisburg:
„Als die Kinder zu ihrem Sternmarsch losmarschiert sind – und es waren weit über 500 Kindergarten- und Grundschulkinder – da hatte ich Tränen in den Augen. Alle hatten den gelben Ballon in der Hand und sind durch die alte Kolonie zur Zeche gelaufen.“
Jede Vision braucht Menschen, die an sie glauben. Die Kulturhauptstadt Europas dankt ihren Hauptsponsoren: Deutsche Bahn AG, E.ON Ruhrgas AG, HANIEL, RWE AG, Sparkassen-Finanzgruppe
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Ruhr.2010 GmbH.

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