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Bündnis 90/Die Grünen GAL Hamburg
S 4 nach Ahrensburg - Gregersen: "Hamburg kämpft für den Gleisausbau"
26.09.2010 / 13:09. Die Planungen für den Ausbau der S4 zwischen Hauptbahnhof und Ahrensburg kommen einen entscheidenden Schritt voran. GAL, CDU und SPD werden einen gemeinsamen Antrag in die Bürgerschaft einreichen, der das Projekt konkretisieren und seine Umsetzung beschleunigen soll. Ziel ist es, dass die Strecke Hamburg-Lübeck weiter als vordringlich im Bundesverkehrswegeplan geführt wird. Äußerungen des Bundesverkehrsministerium haben Anlass zur Sorge gegeben, dass das Projekt den Status "vordringlich" verlieren könne, damit wäre die Finanzierung des Bundes voraussichtlich erst nach 2020 möglich. Hamburg soll gemeinsam mit Schleswig-Holstein und dem Bund in die nächste Planungsstufe einsteigen.Martina Gregersen, die verkehrspolitische Sprecherin der GAL-Bürgerschaftsfraktion, betont die Bedeutung des Gleisausbaus und erklärt: "Die Planungen für die S4 werden konkret. Jetzt ist es wichtig, dass dieses für Hamburg und den Norden so wichtige Projekt auch beim Bund weiter seine Priorität behält. Das dritte Gleis ist wichtig für den Güterverkehr Richtung Norden und für die Pendler an der Strecke Ahrensburg-Hamburg. Rahlstedt ist Hamburgs größter Stadtteil (ca. 86.000 Einwohner) und die Bürgerinnen und Bürger brauchen dringend eine attraktive Verbindung in die Innenstadt. Wir müssen mit dem Bund und mit Schleswig-Holstein rasch über die Kosten reden und zügig mit der Vorentwurfsplanung beginnen. Die S4 bis Ahrensburg wird den Personennahverkehr in der Metropolregion Hamburg noch attraktiver machen."
Hintergrund Der Ausbau der Strecke auf einem eigenen dritten Gleis von Wandsbek bis Ahrensburg wird seit 2003 als vordringlich im Bundesverkehrswegeplan geführt. Dies ist Voraussetzung für eine zeitnahe Umsetzung und eine Förderung auch durch Bundesmittel. GAL und CDU haben im Koalitionsvertrag vereinbart, das Projekt voranzubringen. Die Koalitionspartner wie auch die SPD stufen das Projekt als notwendig ein, um die Taktung und die Kapazitäten auf der wichtigen Pendlerstrecke zu verbessern. Angestrebt wird ein 5- bzw. 10-Minutentakt. Zusätzliche Haltestellen sollen entstehen. Außerdem können durch den S4-Ausbau drohende Kapazitätsengpässe im Hauptbahnhof abgewendet werden. Darüber hinaus wird die beschlossene Fehmarnbeltquerung zu einem deutlichen Anstieg des Zugverkehrs auf der Strecke Richtung Lübeck führen. Dies macht das dritte Gleis nötig. Verschiedene Studien rechnen bei einer S-Bahnverbindung mit einem Anstieg des Passagieraufkommens auf der Strecke um bis zu 40 Prozent. Noch ist unklar, in welcher Höhe sich der Bund an den Kosten beteiligen wird. Einen Großteil müsste der Bund übernehmen, der Rest die beiden Länder Hamburg und Schleswig-Holstein.
Mit dem Antrag wollen GAL, CDU und SPD erreichen, dass Hamburg sich beim Bund für das Projekt einsetzt und mit dem Verkehrsministerium und der Deutschen Bahn Finanzierungszuschüsse und Fördermöglichkeiten prüft. Außerdem wollen die Fraktionen den Weg dafür frei machen, die nötigen Gelder für die Vorentwurfsplanungen bereitzustellen.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Bündnis 90/Die Grünen GAL Hamburg.

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