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Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Schleswig-Holsteinischen Landtag

Ryanair im Sinkflug – Flughafen Lübeck chancenlos

29.09.2010 / 15:49. Zum Geschäftsmodell der Fluglinie Ryanair und dem Antrag auf Förderung der Stadt Lübeck für den Flughafen erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der Grünen Landtagsfraktion, Andreas Tietze:

Das neue Geschäftsmodell von Ryanair, welches der Vorstandsvorsitzende O`Leary durch alle Zeitungen posaunt, passt nicht zum Lübecker Flughafen. Dies wurde auch in der heutigen Sitzung des Wirtschaftsauschusses deutlich.


Nach einem aktuell vorliegenden Antrag auf Fördermittel sollen in einer ersten Tranche 1,76 Millionen Euro Landesmittel für den Ausbau des Flughafens zur Verfügung gestellt werden. Dieses Geld kann sich das Land sparen!

Denn es ist abzusehen, dass Ryanair sein Engagement an dem Lübecker Flughafen weiter reduzieren wird. Der Flughafen hat nach objektivem Ermessen keine mittelfristig zufriedenstellende Perspektive. Die Reduzierung des Winterflugplans macht das angepeilte unternehmerische Ziel von einer Million Fluggästen pro Jahr unmöglich.

Das Geschäftsmodell des Billigfliegers Ryanair ist im Sinkflug. Das „Take-off“-Konzept für den Flughafen Lübeck ist am Boden, und CDU und FDP müssen diesen Tatsachen ins Auge sehen und erkennen, dass Schleswig Holstein angesichts seiner Schulden ein solches Investitionsrisiko nicht mehr tragen kann.

Es bleibt abzuwarten, ob die Landesregierung nun endlich die richtigen Konsequenzen zieht und das Geld anderswo sinnvoller investiert. Klug wäre ein Investitionsmoratorium bis klar wird, wohin die Reise mit Ryanair geht.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Schleswig-Holsteinischen Landtag.

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