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Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit
Runder Tisch Kindesmisshandlung: sachliche, differenzierte, offene Auseinandersetzung gefordert
07.06.2010 / 12:57. Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert (SPD), wird morgen die konstituierende Sitzung des "Arbeitskreises Kindesmisshandlung/Kindesmissbrauch in ehemaligen DDR-Kinderheimen und Jugendwerkhöfen" am 8. Juni 2010 leiten. Dazu werden Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche, des Weißen Ring e. V., des Thüringischen Landkreistages, des Gemeinde- und Städtebundes Thüringen, der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege, die Landesbeauftragte für die Stasiunterlagen Hildigund Neubert, der Innenstaatssekretär Jörg Geibert, der Justizstaatssekretär Prof. Dietmar Herz, der Bildungsstaatssekretär Prof. Roland Merten sowie die Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie Dr. Ruth Ebbinghaus erwartet.Die Sitzung ist nicht öffentlich und findet in der Zeit von 12.00 bis 14.00 Uhr im Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit in Erfurt, statt.
Im Vorfeld der Sitzung sagte Sozialministerin Taubert: "Ziel der Expertenrunde ist eine sachliche, differenzierte und offene Auseinandersetzung mit Kindesmisshandlung und Kindesmissbrauch in ehemaligen DDR-Kinderheimen und Jugendwerkhöfen. Dazu gehört zum einen, dass im Interesse der Opfer angemessene Formen der Aufarbeitung und der persönlichen Bewältigung des Erlebten gefunden werden. Zum anderen sollen gezielt Möglichkeiten der Intervention und Prävention diskutiert werden. Eine erste Verständigung über erforderliche Maßnahmen soll künftig derartig schwerwiegende Vorkommnisse möglichst verhindern."
Mit dem Arbeitskreis unter der Federführung des Thüringer Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit greift die Thüringer Landesregierung nicht nur die aktuelle Missbrauchsdebatte auf. Diese beschränkt sich im Wesentlichen auf kirchliche und private Einrichtungen in den alten Bundesländern. In Thüringen soll es darüber hinaus um Demütigungen, Übergriffe, Misshandlungen und sexuellen Missbrauch in den Kinderheimen und Jugendwerkhöfen der ehemaligen DDR gehen, von denen Opfer zunehmend berichten.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit.

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