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DEHOGA Deutscher Hotel- und Gaststättenverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung wäre für Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern katastrophal
31.05.2010 / 15:19. Die aktuelle Diskussion über die Absenkung der Mehrwertsteuer in der Beherbergung löste in der Hotellerie Mecklenburg-Vorpommerns große Bestürzung und Irritationen aus."Unsere Unternehmer haben sich auf die Bundesregierung verlassen und die Steuerersparnis fest eingeplant bzw. schon ausgegeben. In den letzten Monaten wurden Investitionen in einer Größenordnung von fast 40 Millionen Euro vertraglich ausgelöst. Dazu wurden 250 neue Arbeitsplätze und 90 neue Ausbildungsplatze geschaffen. Über 300.000 Euro sind fest für Weiterbildung eingeplant. Wer jetzt die Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung fordert, nimmt Entlassungen von Mitarbeitern und den Konkurs vieler Unternehmer billigend in Kauf", so der Hauptgeschäftsführerdes DEHOGA Mecklenburg-Vorpommern
(DEHOGA MV), Uwe Barsewitz.
Die Mehrzahl der Investitionsmittel sei bereits vertraglich gebunden. Handwerker der Region und Einrichter hätten in Vorbereitung der Hauptsaison eine gute Arbeit geleistet. Die müsse jetzt bezahlt werden. Häufig erstreckten sich die Investitionen auch über einen längeren Zeitraum. Damit sollen vor allem bessere Bedingungen für die Stärkung der Vor- und Nachsaison in den Hotels und Pensionen geschaffen werden. Wie abhängig gerade Mecklenburg-Vorpommern von der saisonalen Entwicklung ist, würden die Umsatzrückgänge des 1.Quartals 2010 zeigen. Danach büßte allein die Hotellerie 15,4 Prozent Umsatz zum Vorjahr ein. Das Gaststättengewerbe musste ein Umsatz-Minus von 10,3 Prozent hinnehmen. Das könne nicht mehr ohne weiteres aufgeholt werden. Dennoch wurden die Mitarbeiterzahlen weitestgehend gehalten.
Der DEHOGA MV befürchtet nun, dass die Finanz- und Investitionsplanungen in der Branche ins Wanken geraten könnten, wenn die Mehrwertsteuersenkung öffentlich zur Disposition gestellt werden würde. Das wäre nach Überzeugung des Verbandes eine Katastrophe für die Qualitätssicherung und Wettbewerbsfähigkeit der Tourismuswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern.
"Gerade in Krisenzeiten braucht die Wirtschaft verlässliche Aussagen von der Politik. Wenn morgen nicht mehr wahr ist, was heute beschlossen wurde, werden die Unternehmen kein Risiko mehr eingehen. Das wäre das Ende jeder langfristigen Entwicklung", ist Barsewitz überzeugt.
Der DEHOGA MV appelliert deshalb an die Politik, zu ihren Beschlüssen zu stehen. "Gerade in dieser Situation ist die Aussage unseres Ministerpräsidenten Erwin Sellering, das er weiter hinter der Absenkung der Mehrwertsteuer für Hotels steht, für unsere Unternehmer ein sehr wichtiges, positives Signal. Es zeigt, dass man sich auf die Landesregierung verlassen kann", so Hauptgeschäftsführer Barsewitz.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: DEHOGA Deutscher Hotel- und Gaststättenverband Mecklenburg-Vorpommern e.V..

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