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Hessisches Ministerium der Finanzen

Richtfest für Neue Galerie in Kassel

03.05.2010 / 11:33. Die Neuordnung der Museumslandschaft Kassel – mit einem Volumen von 200 Millionen Euro ein Leuchtturmprojekt der hessischen Kulturpolitik und gleichzeitig eines der größten Kulturinvestitionsvorhaben in Deutschland – geht planmäßig voran: Die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, und Finanzminister Karlheinz Weimar haben heute das Richtfest der Neuen Galerie gefeiert. Das zwischen 1871 und 1877 errichtete, im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Gebäude wird grundlegend saniert und zu einem Museum der Moderne ausgebaut. „Die Neue Galerie wird durch einen erheblichen Raumgewinn Spielraum für das Nebeneinander von Kunst des 19., 20. und 21. Jahrhunderts haben und neben Räumen für Wechselausstellungen auch Platz für weitere documenta-Ankäufe bieten“, sagte Ministerin Kühne-Hörmann. Die wichtigste inhaltliche Veränderung sei die Verlagerung der Bestände des 18. Jahrhunderts – Werke der Malerfamilien Tischbein und Nahl – ins Schloss Wilhelmshöhe. Im Hinblick auf die geplante Wiedereröffnung im Herbst 2011 fügte sie hinzu: „Es freut mich, dass auch im Rahmen der documenta 13 im Jahr 2012 die Neue Galerie für Ausstellungen genutzt werden kann.“


Kühne-Hörmann verwies auch darauf, dass im Zusammenhang mit einer besseren Präsentation der Sammlungen der Museumslandschaft in der Kunsthalle Fridericianum eine Klimatisierung eingebaut worden sei und das Landesmuseum grundlegend instand gesetzt werde. Darüber hinaus liefen zurzeit unter anderem die Sanierungsarbeiten am Herkules-Bauwerk und der Neubau des Besucherzentrums am Herkules sowie die Instandsetzung der Löwenburg und ihrer Außenanlagen im Bergpark Wilhelmshöhe. „Das Land engagiert sich sowohl für die Besucher als auch für die Kunstwerke, um die Attraktivität der Museumslandschaft Kassel und damit auch der Stadt Kassel langfristig zu sichern“, hob die Ministerin hervor.

„Wegen der Bedeutung weit über die Grenzen des Landes hinaus hat sich das Land Hessen die Aufgabe gestellt, mit einem Investitionsvolumen von 200 Millionen Euro über einem Zeitraum von zehn Jahren die Museumslandschaft Hessen Kassel neu zu ordnen, so dass sie den heutigen Anforderungen an ein Kulturensemble von internationalem Rang gerecht wird“, sagte Finanzminister Weimar. Ziel des Landes sei es, in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Kassel seine exzellenten historischen Sammlungen und europaweit einzigartigen Bau- und Gartendenkmäler neuen Besuchergruppen zu erschließen.

Wie der Finanzminister unterstrich, werden die räumlichen Qualitäten der historischen Neuen Galerie durch den Umbau gestärkt. Auf 3.521 Quadratmetern Hauptnutzfläche entstehe eine „Struktur aus identifizierbaren Raumsequenzen“ für die Kunst der verschiedenen Jahrhunderte. Die geschützte Sandsteinfassade werde in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege restauriert. Im Innern des Gebäudes verbinde das neue, nun mehrgeschossige Foyer alle drei Ausstellungsebenen unmittelbar. Das Zentrum des Hauses bilden laut Weimar weiterhin die Künstlerräume von Joseph Beuys und Ulrike Grossarth.

„Unter der Leitung des Hessischen Baumanagements wird mit dem heutigen Richtfest ein wesentlicher Meilenstein erreicht“, sagte Weimar. Im „Quasi-Rohbau“ sei jetzt schon zu erahnen, was sich zur geplanten Eröffnung des Gebäudes im Herbst 2011 in neuem Glanz präsentieren werde. Die Neue Galerie werde dann das erste Ausstellungsgebäude sein, das im Rahmen des Programms zur Neuordnung der Kasseler Museumslandschaft fertig gestellt sein werde.

Kühne-Hörmann und Weimar dankten dem Leiter der Museumslandschaft Hessen Kassel, Prof. Dr. Bernd Küster, und allen Beteiligten für deren großes Engagement bei der Umsetzung dieses besonderen Projekts. Das gelte vor allem für die Menschen vom Bau, ohne deren Hände dies alles nicht realisiert werden könnte.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Hessisches Ministerium der Finanzen.

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