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Universität Siegen

Region im Dialog - Nicht nur vernetzt denken, auch vernetzt handeln

14.04.2010 / 14:49. Gestern fiel der Startschuss zur Veranstaltungsreihe “Region im Dialog 2010“, die noch bis zum 27. April stattfindet. Die Veranstalter wollen damit einen Beitrag für ein starkes, regionales Netzwerk leisten.

An der Eröffnungsveranstaltung „Technologien und Mobilität der Zukunft“ in der Stadthalle Olpe nahmen fast 200 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Forschung teil. Dabei thematisiere die diesjährige Runde der traditionellen Initiative „Region im Dialog“ einmal mehr innovationsbezogene Themen mit Blick in die Zukunft. Die Universität Siegen werde den Aufbau einer noch stärkeren Kooperationskultur voran treiben und sich noch stärker in der Region einbringen, betonte Prof. Hanna Schramm-Klein, die Prorektorin für Industrie, Technologie und Wissenstransfer der Universität Siegen.


„Wir müssen unsere Stärke stärken“, erklärte der Olper Landrat Frank Beckehoff, der regionalen Netzwerken eine wichtige Bedeutung zuwies. „Region im Dialog ist eine wichtige Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Wissenschaft“, so der Landrat weiter. Moderiert wurde die Eröffnungsveranstaltung von Prof. Dr. Ing. Volker Grienitz, vom Institut für Fertigungstechnik der Universität Siegen.

Dass vernetzte Strukturen und Kooperationsprojekte für die Zukunft eine entscheidende Rolle spielen, betonte auch der Referent, Wolfgang Müller-Pietralla, der seit 2002 die Abteilung Zukunftsforschung und Trendtransfer der Volkswagen AG leitet. „Vernetzt denken tun wir, vernetzt handeln noch nicht. Eine gelebte Vernetzung wird eine Region stark machen“, meinte der Volkswagen-Futurologe.

In seinem Referat zu „Technologien und Mobilität der Zukunft“ gab er einen pointierten Einblick, mit welchen Fragen sich seiner Meinung nach die Automobilbranche in den nächsten Jahren auseinandersetzen werden müsse. Dabei definierte der 50-Jährige als Schlüsselfaktoren der Mobilität den Klimawandel, die Energieversorgung, die Technologieentwicklung und die Informationsgesellschaft. Zudem sei die Robotik zukünftig ein wesentliches Feld. Mögliche Szenarien seien das 1-Liter-Auto oder ein „Zero Impact“, ohne lokalen Fußabdrücke, sowie die Vernetzung der Fahrzeuge untereinander. Wolfgang Müller-Pietralla sprach von Schlagworten wie dem Energiehunger, dem hybriden Kunden und neuen, intelligenten und zugleich vernetzten Produkten, dem digitalen und individuellen Reiseverhalten der Gesellschaft und den neuen Anforderungen an ein vernetztes Auto als Lebensraum.

Die perspektivische Ausrichtung der Automobilindustrie ist aufgrund der Vielzahl an Automobilzulieferunternehmen für die Region ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. In Südwestfalen sind 30.000 Menschen in dieser Branche beschäftigt. Ein Baustein der Veranstaltungsreihe, das Automotive Forum Südwestfalen, setzt hier an und diskutierte mit Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft mögliche Perspektiven für die regionale Wirtschaft.

Die Initiative wurde 1997 von der Universität Siegen und den Wirtschaftsjunioren Südwestfalen ins Leben gerufen und wird in diesem Jahr bereits zum siebten Mal unter Mitwirkung von zahlreichen regionalen Akteuren und Partner durchgeführt. Dabei beschäftigen sich die Workshops jeweils mit aktuellen Themen.

Im Kontext der Veranstaltungsreihe „Region im Dialog 2010“ finden noch bis zum 29. April weitere Workshops statt. Weitere Informationen zum Programm, Themen und Referenten unter www.region-im-dialog.de.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Universität Siegen.

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