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Technische Universität Dortmund
Raumplaner exportieren Studiengang: Deutsch-irakische Hochschule soll gegründet werden
16.06.2010 / 15:13. Seit vielen Jahren pflegen deutsche Hochschulen Partnerschaften mit dem Irak. Nun soll diese intensive Zusammenarbeit in der Gründung einer deutsch-irakischen Universität münden. Gefördert wird diese durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Die Fakultät Raumplanung ist eine von mehreren deutschen Fakultäten, die (zunächst im Zeitraum 2009 bis Ende 2011) mit der Durchführung vorbereitender Maßnahmen zur Gründung einer solchen Hochschule betraut worden ist. Ihr Hauptziel ist es, einen Bachelor-Studiengang Urban and Regional Planning zu entwickeln und zu organisieren.Dazu arbeitet die Fakultät Raumplanung eng mit den irakischen Partneruniversitäten in Bagdad, Diyala, Dohuk und Mosul zusammen. Ein zentraler Baustein ist der Austausch von Studierenden. Die ersten zwölf irakischen Studierenden werden von Juni 2010 bis Dezember 2011 nach Deutschland kommen. Diese Gäste werden einen intensiven Deutschsprachkurs sowie Basiskurse in Stadt- und Regionalplanung absolvieren. Sie werden so nicht nur an die deutsche Sprache und Alttagskultur herangeführt, sondern unter anderem auch an ein demokratisches, nachhaltiges und integriertes Planungsverständnis, das für den Wiederaufbau des Irak eine zentrale Rolle spielt.
Prof. Christa Reicher, Dekanin und Projektleiterin, sagte bei der Auftaktveranstaltung, dass die jungen Irakerinnen und Iraker einen großen Schritt gemacht haben, um das Land, die Stadt Dortmund und das Studium der Raumplanung kennen zu lernen. Prof. Einhard Schmidt-Kallert (Leiter International Spatial Planning Centre) freute sich auf die Zusammenarbeit und meinte abschließend: "Sie sind Pioniere und wir werden Ihnen helfen, wo und wann immer wir nur können." Neben dem Austausch der Studierenden soll ein maßgeschneidertes Curriculum für den neuen Planungsstudiengang entwickelt und entsprechend personelle Kapazitäten aufgebaut werden. Dazu gehören gemeinsame Konferenzen ebenso wie ein kontinuierlicher Austausch von Dozenten und Doktoranden.
Ahmed Sabah Naser Al-Edresi, einer der irakischen Austauschstudierenden, meinte zum Abschluss der Auftaktveranstaltung: "Wir freuen uns darauf, hier lernen zu dürfen. Vor allem aber freuen wir uns darauf, das Wissen mit zurück in den Irak zu nehmen und dort an dem Aufbau unseres Landes mitzuwirken. Es ist wichtig, dass Aufbauarbeit nicht nur aus dem Ausland kommt, sondern wir Iraker selbst etwas beisteuern können."
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Technische Universität Dortmund.

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