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RUB Ruhr-Universität Bochum

Prof. Brockmeyer wird Vorsitzender der DSTDG RUB-Spezialist für sexuelle übertragbare Krankheiten einstimmig gewählt Ziele: Informieren, vorbeugen, therapieren

17.09.2010 / 08:37. Die Bekämpfung sexuell übertragbarer Krankheiten (sexual transmitted diseases) ist das Ziel der Deutschen STD-Gesellschaft (DSTDG). Die Gesellschaft hat jetzt den RUB-Dermatologen Prof. Dr. Norbert H. Brockmeyer für vier Jahre zum Vorsitzenden gewählt. "Es ist mir eine große Freude, den Vorsitz dieser Gesellschaft mit herausragender Tradition zu übernehmen, deren Gründung schon auf bedeutende Wissenschaftler wie Albert Neisser und Alfred Blaschko zurückgeht" erklärte Brockmeyer nach seiner Wahl.


Die Gesellschaft modernisieren und öffentlich sichtbar machen

"Ein Anliegen ist es mir, die DSTDG zu modernisieren, sie zu öffnen und in das Sichtfeld der Gesellschaft zu bringen", erklärt Prof. Brockmeyer. "Unsere Aufgabe ist es, unsere Mitbürger zu informieren, Präventionsarbeit zu leisten und die Therapiemöglichkeiten von STDs zu optimieren - nur gemeinsam und als aktiver Verband werden wir diese Ziele erreichen". Sehr positiv, so betont Brockmeyer weiter, sei auch die Tatsache, dass vier Frauen in den Vorstand der Gesellschaft gewählt wurden.

Vita Norbert Brockmeyer

Norbert Brockmeyer wurde 1992 stellvertretender Direktor der Universitätsklinik Essen für Dermatologie, Venerologie und Allergologie. Er wechselte 1998 als Leiter der interdisziplinären Immunologischen Ambulanz und der dermatologischen Onkologie an die Ruhr-Universität Bochum. 1999 wurde er zum Professor ernannt. Von 1997 bis 2007 war er Präsident der Deutschen AIDS-Gesellschaft (DAIG). Seit 2000 ist er Moderator des Qualitätszirkels HIV-Ruhr-Universität Bochum, seit 2001 Sprecher des Kompetenznetzes HIV/AIDS, seit 2002 Expert Consultant der World Health Organisation (WHO) für HIV/AIDS. 2005 wurde er Vorsitzender der Expertengruppe Off-Label Infektiologie mit Schwerpunkt HIV/AIDS Bundesministerium für Gesundheit. Seit 2006 ist er Direktor für Forschung und Lehre der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der RUB. Er ist Leiter des Hauttumorzentrums der RUB und des Zentrums für Sexuelle Gesundheit. Die Stadt Bochum verlieh ihm 2009 den Ehrenring.

Die STD-Gesellschaft

Die Deutsche STD-Gesellschaft entstand aus der 1902 gegründeten "Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten" (DGBG), die vor dem zweiten Weltkrieg mehr als 10.000 Mitglieder zählte. Mit dem Aufkommen von HIV/AIDS in den 1980er Jahren hat das Thema "sexuell übertragbare Krankheiten" wieder an Bedeutung gewonnen. Den neuen und alten Herausforderungen im Bereich der Prävention, Therapie und Behandlung von STDs stellt sich die Deutsche STD-Gesellschaft.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: RUB Ruhr-Universität Bochum.

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