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FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag

Private Wettanbieter an Sportförderung beteiligen

20.05.2010 / 16:06. Als blanken Unsinn bezeichnete Julika Sandt, MdL (München), die Behauptung, bei einer Lockerung des staatlichen Glücksspielmonopols würde die Sportförderung wegbrechen. Dies hatten Spitzenfunktionäre der staatlichen Lottobetriebe heute über Medien verbreitet. „Das Gegenteil ist der Fall“, so die FDP-Abgeordnete.


In Zeiten, in denen Millionen Sportfans über das Internet tippten, sei die Monopolstellung der deutschen Lottogesellschaften nicht mehr sinnvoll. „Wir sollten darüber nachdenken, Anbieter privater Sportwetten endlich auch in Deutschland zuzulassen, wenn sie – genau wie staatliche Anbieter – einen Teil ihrer Wetteinnahmen in die Breitensportförderung investieren“, forderte Sandt heute in München. Die FDP-Abgeordnete plädiert unter strengen Auflagen für eine Lockerung des staatlichen Glücksspielmonopols. „Dieses Geld könnten wir hier im Land dringend für die Förderung unserer Sportlerinnen und Sportler gebrauchen.“

Nach Angaben des Deutschen Olympischen Sportbundes tippen bereits 95 Prozent der Sportfans über ausländische Wettanbieter via Internet. Diese Unternehmen zahlen in Deutschland weder Steuern noch Abgaben. „Würde man die Bedingungen ändern, könnte ein Teil des Gewinns in den Breitensport fließen“, sagte Sandt. Den von Spitzenfunktionären der staatlichen Lottobetriebe gemachten Vorschlag, Banküberweisungen an ausländische Anbieter verbieten zu lassen, lehnt Sandt ab. Dies sei erstens nicht durchsetzbar und zweitens ein Weg in den Verbotsstaat.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag.

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