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Universität Mannheim

Podiumsdiskussion über die Bedeutung von Vertrauen

27.05.2010 / 14:09. "Vertrag ist gut - Vertrauen ist besser?" - unter diesem Titel befasst sich eine Podiumsdiskussion am Montag, 31. Mai, an der Universität Mannheim mit der zentralen Bedeutung von Vertrauen für das wirtschaftliche Handeln von Menschen. Nur wer davon ausgeht, dass sein Geschäftspartner die Leistungen wie vereinbart erbringt, wird sich auf ein Vorhaben einlassen.


Doch wie entsteht und funktioniert Vertrauen? Warum haben Länder, in denen Menschen einander mehr vertrauen, ein höheres Wirtschaftswachstum und eine höhere durchschnittliche Lebenszufriedenheit? Und ist Vertrauen abhängig von kulturellen Prägungen? Fragen wie diese werden am Montag, 31. Mai, um 19 Uhr im Rahmen der Podiumsdiskussion thematisiert. Es diskutieren der Verhaltensökonom Prof. Dr. Klaus M. Schmidt (München), der empirische Sozialforscher und Spieltheoretiker Prof. Dr. Thomas Gautschi (Mannheim), der Vertragsrechtler Prof. Dr. Marc-Philippe Weller (Mannheim) und die Unternehmensberaterin Stephanie Unger (Berlin). Veranstaltungsort ist der Manfred-Lautenschläger-Hörsaal O163 im Ostflügel des Mannheimer Schlosses.

Die Podiumsdiskussion "Vertrag ist gut - Vertrauen ist besser?" bildet den Abschluss der aktuellen Vortragsreihe "Kredit und Vertrauen" an der Universität. Titel und Hauptfragestellung werden dabei aus unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchtet. Was genau meint beispielsweise ein Jurist, wenn er von Vertragstreue, Vertragsbindung und Vertrauenshaftung spricht? Redet er von demselben Konzept, wie ein Sozialwissenschaftler, wenn der in seinen Modellen den Faktor Vertrauen verwendet? Vertrauen bedeutet im umgangssprachlichen Gebrauch die Annahme, dass Entwicklungen einen positiven oder erwarteten Verlauf nehmen. In den Wissenschaften ist die Verwendung des Begriffs jedoch sehr unterschiedlich und umstritten. Die Veranstaltung bietet jedoch auch den Blick aus dem Elfenbeinturm hinaus: Wie decken sich die Erkenntnisse aus der Wissenschaft zum Thema Vertrauen mit Erfahrungen aus der unternehmerischen Praxis?

Eingebettet ist die Reihe "Kredit und Vertrauen" in das von der Mannheimer Geschichtswissenschaftlerin Prof. Dr. Annette Kehnel initiierte Projekt "Wirtschaft und Kultur im Gespräch". Dieses beleuchtet die Wechselbeziehung zwischen den vermeintlichen Antipoden Wirtschaft und Kultur und will eine Plattform für grenzüberschreitende Gespräche bieten. Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur tauschen sich aus mit Studierenden aller Fakultäten. Den Gesprächsstoff bieten Schlüsselbegriffe des gesellschaftlichen Lebens, an denen sich die Grundspannung zwischen Wirtschaft und Kultur immer wieder neu entzündet.

Weitere Informationen im Internet unter:
www.uni-mannheim.de/kreditundvertrauen
www.wirtschaft-und-kultur.de

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Universität Mannheim.

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