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Platzeck zum 10. Jahrestag des Atomausstiegs: Wiedereinstieg, nein Danke!
13.06.2010 / 11:15. Zum morgigen 10. Jahrestag (14. Juni) der Einigung zwischen der damaligen rot-grünen Bundesregierung unter Kanzler Gerhard Schröder und den vier größten Energieunternehmen Deutschlands über den Ausstieg aus der Kernenergie erklärt der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck:"Vor genau zehn Jahren nahm Deutschland Fahrt in Richtung Zukunft auf. Am 14. Juni 2000 verhandelte die damalige Bundesregierung mit den Energieerzeugern erfolgreich den Ausstieg aus der Atomenergie. Seit diesem Atomkonsens hieß der klare Kurs: Weg von der Atomtechnologie hin zu erneuerbaren Energien. Energie aus Sonne, Wind, Wasserkraft und Biomasse ist ökologisch sinnvoll und ökonomisch vernünftig.
Die damaligen Gründe für den Atomausstieg gelten für uns noch heute. Atom-kraftwerke sind risikobehaftet und störanfällig. Die Endlagerproblematik ist lange nicht gelöst. Und es bleibt dabei: Wer auf Atom setzt, investiert in eine Technologie, die überall auf der Welt ein staatliches Gewaltmonopol voraussetzt. Das ist, wie jeder weiß, nicht der Fall. Atomenergie ist auch nicht preisgünstig zu haben, wie immer wieder suggeriert wird. Sie verschiebt nur die Kosten auf nachfolgende Generationen, die den hochradioaktiven Müll lagern müssen. Das ist unverantwortlich.
Daher kann die Schlussfolgerung nur lauten: Es geht um mehr Erneuerbare Energien, um Energieeffizienz und um eine "saubere" Nutzung fossiler Brennstoffe, wie sie die CCS-Technologie ermöglicht.
Die schwarz-gelbe Bundesregierung will diese zukunftsorientierte Entwicklung mit Macht bremsen. Sie spricht von Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke und meint damit den Wiedereinstieg in die Atomenergie. Der Jahrestag des historischen Durchbruchs vom 14. Juni 2000 ist eine gute Gelegenheit, sich dem entgegen zu stellen. Wiedereinstieg Nein danke!"
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Staatskanzlei Brandenburg.

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