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Platzeck bei Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin
16.09.2010 / 15:56. Mit der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin hat Ministerpräsident Matthias Platzeck heute in Potsdam den bislang größten bundesweiten Ärztekongress im Land Brandenburg eröffnet. In seinem Grußwort plädierte er dafür, die Kindergesundheit mehr denn je als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu begreifen. Auch in Brandenburg gelte bei diesem Thema die Maxime: ´Alle Verantwortlichen an einen Tisch´.Der Ministerpräsident sagte wörtlich: "Wir dürfen kein Kind zurücklassen. Darum haben wir Weichen gestellt für ein gesundes Aufwachsen unserer Kinder und für eine gute Bildung aller Mädchen und Jungen von Anfang an. Das heißt: Über den Tellerrand der Fachministerien gucken! Aus Erfahrungen anderer im In- und Ausland lernen! Mit und nicht gegen die Mütter, Väter und Familien, mit den Kita-Erzieherinnen und Lehrerinnen, mit Hebammen und Ärzten und Jugendamtsmitarbeitern, also wirklich mit allen für Kinder Verantwortlichen zusammenarbeiten - vom Bürgermeister bis zum Familienminister, vom Verkehrswegeplaner bis zur ehrenamtlichen Patin." Nach Einschätzung Platzecks hat das 2003 geschmiedete Brandenburger Bündnis "Gesund aufwachsen" viele Früchte getragen: So seien in den vergangenen Jahren landesweit "Netzwerke Gesunde Kinder" entstanden, 2008 sei mit neuen Reihenuntersuchungen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes für kleine Kinder begonnen worden.
Platzeck machte deutlich, dass allein schon die demografische Entwicklung zu neuen, unkonventionellen Lösungen bei der Sicherung der Kindergesundheit drängt. Wörtlich sagte er: "Wir setzen auf Verbund- und Kooperationslösungen wie in anderen Bereichen auch, auf eine flexiblere Zusammenarbeit zwischen ambulant und stationär tätigen Medizinern. Ein Weitermachen wie bisher geht in vielen Bereichen nicht mehr." Es gehe um solche Fragen wie die Einbindung der Kompetenzen und Kapazitäten der Krankenhäuser in die ambulante pädiatrische Versorgung oder um die strukturierte und effiziente Zusammenarbeit von Kinder- und Jugendmedizinern mit den Hausärzten.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Staatskanzlei Brandenburg.

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