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Piraten-Hochschulgruppe setzt direkte Demokratie im Stupa um
02.07.2010 / 11:39. In diesem Semester tritt die neu gegründete Piraten-Hochschulgruppe an der Universität Potsdam (PHP) erstmals zu einer Stupa-Wahl an. Ihr Kernziel ist die Einführung von "Liquid Democracy" im Studierendenparlament. Das Modell "flüssige Demokratie" stellt eine Mischung aus direkter und repräsentativer Demokratie dar.Damit haben Studierende bei jeder einzelnen im Stupa anstehenden Entscheidung in Zukunft die Wahl: Entweder sie stimmen selbst ab und die Piraten im Parlament sind an dieses Mehrheitsvotum gebunden. Oder sie delegieren ihre Stimme an einen ihrer Piraten-Abgeordneten oder aber an einen anderen Studierenden, der dann zwei Stimmen abgeben kann. Getreu ihrem Wahlkampfmotto "Wir geben euch unsere Stimme" wollen die Piraten auf diese Weise direkte Demokratie und echte politische Beteiligung an der Universität Potsdam etablieren. "Je mehr Piraten ins Studierendenparlament gewählt werden", erklärt PHP-Vorsitzender und Informatikstudent Markus Freitag, "desto mehr direkten Einfluss können Studenten in Zukunft dort geltend machen."
Am Montag, den 5. Juli bietet die Piraten-Hochschulgruppe ab 15 Uhr im Foyer des Haus 6 am Campus Griebnitzsee einen offenen Workshop an, bei dem Konzept und Umsetzung ausführlich vorgestellt werden. Die Stupa-Wahlen finden vom 6. bis 8. Juli statt. Insgesamt stellen sich 11 Listen zur Wahl.
Dass selbst in diesem Wahlkampf mit harten Bandagen gekämpft wird, mussten die Piraten bereits in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag erfahren. Nur eine Stunde, nachdem sie ihre Wahlplakate an Laternenpfählen und Litfasssäulen vor dem Hauptgebäude in Griebnitzsee platziert hatten, waren diese entfernt oder zerstört worden. Dumm für die Täter, dass sie dabei beobachtet wurden. Identifiziert wurden Vertreter der Liste 4 (Linke.SDS). Die PHP erwägt eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung gegen den Haupttäter.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Piratenpartei Brandenburg.

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