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DFG-VK Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen e.V.
Ostersonntag-Protest gegen Atomwaffen in Büchel
29.03.2010 / 13:22. Ostersonntag, den 4. April beginnt im Dorf Büchel/Eifel um "fünf vor zwölf" der Auftakt für den Ostermarsch zum Haupttor des Atomwaffenstützpunktes Büchel. Dieser Protest ist Teil des europaweiten Aktionstages (3. April), an dem an fast allen europäischen Atomwaffenstandorten in Belgien, Holland, Großbritannien, Italien, Frankreich und der Türkei Aktionen stattfinden werden."50 Jahre Ostermärsche haben ihren Ursprung im Widerstand gegen Atomwaffen. Mit dieser Aktion wollen wir einen Monat vor der nuklearen Abrüstungskonferenz (NPT) in New York unserer gemeinsames Anliegen deutlich sichtbar machen. Der Abzug der Atomwaffen in Büchel wäre ein erster wichtiger Schritt", so Carsten Orth vom Bündnis von über 16
Organisationen und Parteien die nach Büchel mobilisieren.
Kundgebungsredner_innen sind u. a. Tobias Pflüger (ehemaliger Europaabgeordneter, Informationsstelle Militarisierung Tübingen), Kate Hudson (Kampagne für nukleare Abrüstung (CND) aus Großbritannien), Günther Schneider (Bürgerinitiative Erweiterungsgegner Airbase
Spangdahlem), Rüdiger Lancelle (Vorsitzender des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeinde Cochem) und Richard Pestemer (Mayors for Peace aus dem Hunsrück). Weitere Informationen: www.bye-bye-nuclear-bombs.gaaa.org
Im "Fliegerhorst Büchel" lagern ca. 20 US-Atomwaffen, die im Ernstfall von Bundeswehrsoldaten des Jagdbombergeschwaders 33 auf NATO-Befehl zum Einsatz gebracht werden sollen. Insgesamt lagern zirka 200 US-Atomsprengköpfe einsatzbereit in fünf europäischen Ländern (Belgien, Niederlande, Italien, Türkei und Deutschland). Aktuell fordern die fünf
Außenminister der NATO-Länder Belgien, Luxemburg, Deutschland, Norwegen und Niederlande deren Abzug. Dagegen stehen die Bestrebungen in den USA, u. a. des US-Verteidigungssekretärs Robert Gates, diese Atombomben zu
"modernisieren".
"Darum müssen weitere europäische Regierungen sich jetzt der Initiative für deren Abschaffung anschließen. Es geht um jetzt oder nie!!!", unterstreicht Marion Küpker vom Organisationsteam die Dringlichkeit. Auch Frankreich und Großbritannien besitzen eigene Atomwaffen, deren aktuelle "Modernisierung" genannte Aufrüstung die internationalen
Abrüstungsverhandlungen blockieren. Die Friedensbewegung fordert weltweit den Stopp aller Modernisierungspläne für Atomwaffen und ihrer Trägermittel, ein generelles NEIN zu Atomwaffen in der neuen NATO-Strategie, den Verzicht auf den Ersteinsatz von Atomwaffen und Sicherheitsgarantien der Atomwaffenmächte gegenüber allen Nicht-Atomwaffenstaaten und atomwaffenfreien Zonen. Siehe www.npt2010.de
"Es geht uns bei den Protesten gegen die Atomwaffen hier in Büchel grundsätzlich auch gegen die Angriffskriege und den
Wahnsinns-Rüstungshaushalt der führenden NATO-Länder, die ermöglicht werden durch Sozialabbau und Staatsverschuldung und auch ernsthafte internationale Abrüstungsschritte verhindern", ergänzt Carsten Orth die genannten Forderungen.
Marion Küpker führt weiter aus: "Speziell beim "Fliegerhorst" Büchel, dem größten deutschen Luftwaffenstützpunkt, geht es uns auch um die Beteiligung der dortigen Bundeswehr-Soldaten am Krieg in Afghanistan und
den zum Bücheler Waffensortiment gehörenden neuen nuklearfähigen Marschflugkörper "Taurus" und der bunkerbrechenden Uranbombe "GBU-24"."
Markus Pflüger, der AG Frieden Trier - einer der vielen regionalen Friedensgruppen, die nach Büchel mobilisieren - betont: "Während die Kriegsetats der führenden NATO-Länder für Dreiviertel aller weltweiten Militärausgaben stehen und die Kriege im Irak und Afghanistan in Deutschland über die regionalen Startbahnen der US Militärbasen Spangdahlem und Ramstein geführt werden, steht der Atomwaffenstützpunkt
Büchel für den nuklearen Schulterschluss mit den Verbündeten. Die Militärökonomie Deutschlands wird besonders an EADS (European Aeronautic Defence and Space Company) deutlich, das der einzige europäische Rüstungskonzern für Atomwaffenträgersysteme ist und daran, das Deutschland heute wieder beim weltweiten Waffenexport an dritter Stelle
steht".
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: DFG-VK Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen e.V..

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