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Rollator schrieb am 06.09.2010 13:59:
Herr Dr. Overbeck vertritt als Bischof die offizielle Linie seiner Kirche. Und die hat in ihrem Katechismus (Nr. 2357-2359) festgelegt, dass homosexuelles Verhalten eine schlimme Abirrung ist, homosexuelle Handlungen in sich nicht in Ordnung sind, gegen das natürliche Gesetz verstoßen und in keinem Fall zu billigen sind.
„Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Veranlagung erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen. Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen. Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich – vielleicht auch mit Hilfe einer selbstlosen Freundschaft -, durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern.“
Ich halte diese Vorschriften für realitätsfern und inhuman. Sie bringen viele Katholiken und Katholikinnen in Gewissenskonflikte und beschädigen deren Leben. Es ist unverantwortlich, Menschen ohne guten Grund das Leben schwerer zu machen, als es ohnehin schon ist.
Herr Dr. Overbeck bemüht sich nun offensichtlich, Homosexuellen mit mehr Takt zu begegnen als während der Anne-Will-Diskussion. Eine Änderung des Katechismus werden aber weder er noch der jetzige Papst befürworten.
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