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Offener Brief von Generalsekretärin Gruß an Dr. Hoppenthaller
22.09.2010 / 15:01. Mit Unverständnis hat die bayerische Generalsekretärin Miriam Gruß heute auf den offenen Brief von Dr. Wolfgang Hoppenthaller an FDP-Staatssekretär Daniel Bahr reagiert:Sehr geehrter Herr Dr. Hoppenthaller,
in Ihrem offenen Brief an Staatssekretär Daniel Bahr vergreifen Sie sich nicht nur in der Tonlage, sondern Sie stellen auch den Sachverhalt falsch dar.
Ziel dieser Regierung ist es, die ambulante Versorgung insgesamt zu verbessern.
Im Gegensatz zu Ihnen, der den eigenen Berufsstand schlecht redet, wirbt Bundesminister Dr. Philipp Rösler und sein Ministerium intensiv für den Beruf des Hausarztes. Hausärzte leisten täglich eine hervorragende Arbeit für die Patientinnen und Patienten. Die christlich-liberale Bundesregierung insgesamt strebt mehr als jede Bundesregierung zuvor danach, die Attraktivität der ambulanten ärztlichen Tätigkeit weiter zu steigern und so die ambulante Versorgung im Interesse der Patienten gerade im ländlichen Raum zu sichern. Deshalb hat der Bundesgesundheitsminister - anders als die Vorgängerregierung - erstmals den drohenden Ärztemangel zum Thema gemacht. Die Bundesregierung will die Freiberuflichkeit stärken. Die Bundesregierung setzt sich das Ziel einer einfachen, transparenten und leistungsgerechten Vergütung im ambulanten Bereich. Das alles sind Ihre Forderungen, die wir jetzt schritt-weise angehen.
Neben der Vergütungshöhe sind aber auch die Rahmenbedingungen der ärztlichen Tätigkeit von entscheidender Bedeutung: Deshalb wird die Bundesregierung weitere Maßnahmen auf den Weg bringen, um unnötige Bürokratie und belastende Regressregelungen für Ärztinnen und Ärzte zu beseitigen. Mit dem Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes ist ein erster, wichtiger Schritt hierzu bereits gemacht.
Die Sicherung des ärztlichen Nachwuchses und die Steigerung der Attraktivität des Arztberufes wird ein weiterer Schwerpunkt der anstehenden Reformmaßnahmen sein. Denn ohne engagierte und am Wohl der Versicherten interessierte Ärztinnen und Ärzte wird es auch in Zukunft nicht gelingen, eine qualitativ hochwertige und bedarfsgerechte medizinische Versorgung sicherzustellen.
Durch die jetzt im Kabinett beschlossenen Regelungen wird keinem Hausarzt etwas genommen. Für alte Hausarztverträge gilt Bestandsschutz. Das trifft insbesondere auf Bayern zu. Deshalb ist es umso unverständlicher, warum der Funktionär Hoppenthaller versucht, unberechtigte Ängste zu schüren. Damit machen Sie Politik auf dem Rücken der Hausärzte.
Mit freundlichen Grüßen
Miriam Gruß
Generalsekretärin FDP Bayern
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: FDP Bayern.

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