Um Ihnen künftig einen noch besseren Service anbieten zu können, konzentriern wir uns derzeit auf eine größere Umstrukturierung. Freuen Sie sich auf ein frisches Layout, mehr Nachrichten und mehr Möglichkeiten zum Mitmachen ab 2011!

Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e.V.

Neues Energiekonzept der Bundesregierung ­ VSWG sieht weiteren Handlungsbedarf

29.09.2010 / 18:35. Das gestern vom Bundeskabinett verabschiedete Energiekonzept soll Deutschland bis 2050 zu einem der energieeffizientesten und damit klimafreundlichsten Standorte in der Welt machen. Eine der wichtigsten Säulen innerhalb des Konzepts betrifft die vorhandene Gebäudesubstanz und damit die Wohnungswirtschaft im besonderen Maße.


Zielvorgabe bis 2050 sind energetische Sanierungen, die den CO2-Ausstoß um 80 Prozent senken und damit eine Abkehr vom ursprünglich geplanten Nullemissions-Standard bedeuten. Auch die vorgesehenen Kürzungen des CO2-Sanierungsprogramms auf 434 Millionen Euro wurden zurück genommen und für 2011 rund 960 Millionen Euro als Fördermittel bereitgestellt. „Dies sind positive Signale für uns“, sagt Dr. Axel Viehweger, Vorstand des Verbandes Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. (VSWG). „Dennoch bleibt genügend Diskussions- und Handlungsbedarf hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit der genannten Zielvorgaben. Zwar ist das Wirtschaftlichkeitsgebot in das neue Konzept eingeflossen, wie dieses jedoch zu erreichen ist, bleibt offen,“ so Dr. Viehweger weiter.

Selbst bei einer 80-prozentigen Reduzierung des CO2-Ausstoßes kommen auf die Wohnungsunternehmen erhebliche Kosten zu, da die Sanierungsrate von jetzt ein auf zwei Prozent erhöht werden muss, um die Zielvorgaben zu erreichen. „Dies wird ohne eine höhere Förderung kaum möglich sein“, so der VSWG-Vorstand. „Die angestrebte Sanierungsrate bedarf nach Schätzungen Fördermittel in Höhe von fünf Milliarden Euro. Zudem können Kosten der energetischen Sanierung nicht auf die Miete umgelegt werden. Rechtlich ist dies zwar möglich, aber auf dem sächsischen Wohnungsmarkt sind höhere Mieterträge kaum erzielbar.“

Der VSWG wird deshalb auch in Zukunft in den Dialog mit der Politik treten, um die Interessen seiner Mitglieder, der sächsischen Wohnungsgenossenschaften, aber auch die der Mieter zu wahren. „Das Gebot für den Klimaschutz kann nur lauten, mehr Förderung für und weniger Anforderungen an das energetische Sanieren,“ betont Dr. Viehweger abschließend.

Der VSWG ist der größte deutsche Verband für Wohnungsgenossenschaften. In ihm sind 236 Wohnungsgenossenschaften organisiert. Sie bewirtschaften 289.022 Wohnungen und damit 13 Prozent des gesamten Wohnungsbestandes im Freistaat Sachsen.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e.V..

Bookmark and Share



Die beliebtesten Artikel des Tages



Kommentare zu diesem Artikel

Schreiben Sie den ersten Kommentar!