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Behörde für Wirtschaft und Arbeit der Freien und Hansestadt Hamburg

Neue Ausgleichsfläche für Fahrrinnenanpassung der Unter- und Außenelbe

30.09.2010 / 16:21. Der Bund und Hamburg haben mit Blick darauf, dass eine Störung von europarechtlich geschützten Lebensräumen sowie Tier- und Pflanzenarten durch den anstehenden Fahr-rinnenausbau nicht ausgeschlossen werden kann, zuletzt umfangreiche Ausgleichs-maßnahmen geplant und in das laufende Planfeststellungsverfahren eingebracht.


Um auch die jüngst geäußerten letzten Zweifel der Fachverwaltungen der Nachbarländer und der Umweltverbände an einem hinreichenden Ausgleich auszuräumen, hat sich Hamburg entschlossen, die bisherigen Ausgleichsmaßnahmen um die Aufwertungseffekte aus der Schaffung neuer Flachwassergebiete auf der Fläche "Spadenlander Busch/Kreetsand" zugunsten der gesamten Ausbaustrecke der Fahrrinnenanpassung zu ergänzen.

Der Gewässerausbau am Spadenlander Busch/Kreetsand, der sich derzeit in einem separaten Genehmigungsverfahren befindet, ist ein wichtiger Eckpfeiler des Tideelbe-Konzepts und trägt zur Herstellung neuer Flachwassergebiete und damit zur Stabilisierung der Wasserstände bei. Gleichzeitig entwickelt sich die neue Gewässerfläche aber auch zum wertvollen Ästuarlebensraum seltener Tiere und Pflanzen, wie etwa der Finte oder dem Schierlingswasserfenchel. Damit trägt speziell dieses erste Projekt des Tideelbe-Konzepts, dem noch eine Reihe weiterer wichtiger Tideelbe-Projekte folgen werden, hervorragend zum Kohärenzausgleich für die Fahrrinnenanpassung bei.

Der Bund begrüßt, dass Hamburg damit das Ausbauvorhaben einmal mehr auch europarechtlich absichert, denn fachlich sind die Aufwertungseffekte durch die Flachwasser-schaffung einhellig anerkannt. Hamburg wird darüber hinaus mindestens eine weitere Maßnahme zur Verbesserung der Bedingungen im Elbeästuar durchführen. Dies wird aktuell geprüft und rechtlich unabhängig von der Fahrrinnenanpassung durchgeführt.

Wirtschaftssenator Ian Karan: "Hamburg wird alles tun, was zur beschleunigten Realisierung der Fahrrinnenanpassung beiträgt. Der Bund kann dabei auf uns zählen. Ich freue mich, dass nun eine Lösung gefunden wurde, die Fahrwasseranpassung weiter abzusichern ohne das wichtige Tideelbe-Konzept in irgendeiner Weise zu beeinträchtigen."

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Behörde für Wirtschaft und Arbeit der Freien und Hansestadt Hamburg.

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