Um Ihnen künftig einen noch besseren Service anbieten zu können, konzentriern wir uns derzeit auf eine größere Umstrukturierung. Freuen Sie sich auf ein frisches Layout, mehr Nachrichten und mehr Möglichkeiten zum Mitmachen ab 2011!

Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg

Nach vier Wochen: Ende der Hochwassergefahr an der Oder

16.06.2010 / 12:31. In den Morgenstunden des 16. Juni haben die Wasserstände am Pegel Stützkow die Richtwerte der Alarmstufe III unterschritten. Das Landesumweltamt Brandenburg empfiehlt dem Landkreis Uckermark, die Alarmstufe III heute Mittag aufzuheben. "Die seit der letzten Oderflut 1997 sanierten Deiche haben die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt", resümiert Umweltministerin Anita Tack (Linke). "Wir danken allen Helferinnen und Helfern für die erfolgreiche Abwehr des Hochwassers."


Mit der Aufhebung der Alarmstufe III kann der Landkreis Uckermark u.a. seine mehr als 80 Deichläufer abziehen. Das Landesumweltamt überwacht weiterhin die Deiche, insbesondere die gefährdeten Stellen. Die immer noch hohen Wasserstände stehen unter Beobachtung des Hochwassermeldezentrums. Bis auf weiteres bleibt das Bürgertelefon des Landesumweltamtes unter 0335/5603167 von 8 bis 16 Uhr besetzt.

"Seit der ersten Hochwasserwarnung des Landesumweltamtes vor einem Monat funktionierte das Zusammenspiel zwischen allen Beteiligten sehr gut", sagt Tack. Während die neuen Deiche ihre erste Bewährungsprobe bestanden, arbeiteten Landesumweltamt und Landkreise, Hochwassermeldezentrum und Katastrophenstäbe professionell zusammen. Seit der Oderflut vor 13 Jahren hat sich die deutsch-polnische Zusammenarbeit sehr verbessert. Die Hochwasserabwehr und Kooperation der beiden Nachbarländer sind auch ein Thema der morgen in der Nähe von Warschau beginnenden Tagung der deutsch-polnischen Nachbarschaftskommission. Brandenburg hat darüber hinaus das Thema Hochwasserschutz auf die Tagesordnung der nächsten Umweltministerkonferenz gesetzt.

Im Vordergrund stehen jetzt Reparaturen von Schäden an den Hochwasserschutzanlagen und die zügige Fortsetzung des Deichbauprogramms. Das Landesumweltamt arbeitet mit Hochdruck daran, die Neuzeller Niederung als Flutungspolder einzurichten. Mindestens 1.500 Hektar Überschwemmungsfläche können damit zusätzlich gewonnen werden. Die Erfahrungen mit dem Biber an den Hochwasserschutzanlagen werden im Rahmen eines Bibermanagements ausgewertet und in Vorschläge fließen, wie auf die geschützte Tierart am Deich effizient und schnell reagiert werden kann.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg.

Bookmark and Share



Die beliebtesten Artikel des Tages



Kommentare zu diesem Artikel

Schreiben Sie den ersten Kommentar!